St. Ottilien. - „Wenn Maria wird verkündet, Storch und Schwalbe heimwärts findet“, so lautete die Bauernregel vom 25. März. Und just an diesem Tage wurde ein Storchenpaar erstmals auf den Dächern des Klosters von St. Ottilien gesichtet. In den nächsten Tagen konnte man beobachten, wie die Störche gemeinsam auf den Viehweiden südlich des Klosters auf Nahrungssuche gingen, auch um sich von den Strapazen des langen Flugs zu erholen. Die Hauptnahrungsquelle dieser Vögel sind übrigens nicht Frösche, sondern Regenwürmer, Schlangen, Mäuse und ähnliches Getier. Davon benötigen sie täglich fast ein Pfund.Nach Ostern wurde es dann ernst: Am 10. April wurde das erste Ei gelegt, in den darauf folgenden Tagen folgten vier weitere. Das Nest ist seither immer mit einem brütenden Tier besetzt, das allenfalls aufsteht, um die Eier zu wenden oder um Verdauungsreste am Nestrand zu entsorgen. Der Horst erscheint dem Betrachter von außerhalb der Klostermauer deshalb oft leer. Das jeweils andere Tier ist derweil beim Fressen. Wenn nach etwa zwei Stunden der Partner zurückkehrt, wird er mit lautem Klappern begrüßt. Nun wird beim Brüten abgewechselt und das andere Tier fliegt zum Fressen davon.
Die Brutzeit beträgt etwa 33 Tage, somit kann ab Mitte Mai mit dem Schlüpfen der Jungen gerechnet werden, das ist drei Wochen früher als 2009. Dies lässt die Hoffnung zu, dass die Jungtiere die Schafskälte im Juni besser überstehen als im Vorjahr, meint der Eresinger Storchenbeobachter Maximilian Mirlacho.
Weiterhin kann als günstig angesehen werden, dass die Stadtwerke Fürstenfeldbruck die Stromleitung im Pflaumdorfer Moos sichern wollen. Für unerfahrene Störche könnte diese nämlich Lebensgefahr bedeuten. Aktuelle Bilder können wieder auf der Homepage von Eresing (ww.eresing.de) angesehen werden.



Danke. Der Text gefällt. Er erinnert mich.
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