Donnerstag, 27. November 2025

„Die Liturgie bringt das Heilige zum Ausdruck, sie ist keine Theateraufführung“ - Offener Brief von Msgr. Bux an Kardinal Cupich

Am 18. November 2025 veröffentlichte der bekannte Liturgiker Don Nicola Bux, ein Freund von Benedikt XVI., einen offenen Brief als Antwort auf die jüngsten Angriffe von Kardinal Blase Cupich, Erzbischof von Chicago, gegen den überlieferten Römischen Ritus:

An Seine Eminenz Kardinal Blase Cupich

Euer Hochwürdigste Eminenz!


„Ich glaube nämlich, Gott hat uns Apostel auf den letzten Platz gestellt, wie Todgeweihte; denn wir sind zum Schauspiel geworden für die Welt, für Engel und Menschen“ (1 Kor 4,9). Diese Aussage des Apostels beschreibt die Identität des Christentums, sowohl in seiner Verkündigung des Evangeliums als auch im öffentlichen Gottesdienst der Kirche. Konzentriert man sich auf Letzteres, so kann man mit Recht sagen, daß die Liturgie das Schauspiel ist, das der Welt von denen dargeboten wird, die Christus anbeten, den einzigen Herrn des Kosmos und der Geschichte, zu dem sie gehören und nicht zur Welt. Daran erinnert der Ausdruck „liturgischer Dienst“, der wirklich zutreffend ist – anders als der heutzutage gebräuchliche Begriff „Animation“, als sei der Gottesdienst nicht bereits durch Jesus Christus und den Heiligen Geist belebt.


Nach den Zeiten der Verfolgung wurde dies offenkundig, denn die Christen verbrannten keinen Weihrauch vor dem römischen Kaiser, sondern vor Jesus, dem Sohn Gottes. Die katholische Liturgie trägt daher königliche und kaiserliche Züge – wie uns die östlichen Liturgien lehren –, weil der Gottesdienst im Widerspruch zu jedem Kult weltlicher Herrscher der jeweiligen Zeit steht.


Es ist nicht wahr, daß das Zweite Vatikanische Konzil eine arme Liturgie verlangte; es fordert vielmehr, daß „die Riten von edler Einfachheit geprägt seien“ (Konstitution über die Liturgie, 34), denn sie sollen von der Majestät Gottes sprechen, der selbst die edle Schönheit ist, und nicht von weltlichen Banalitäten. Die Kirche hat das seit ihren Anfängen verstanden, im Osten wie im Westen. Auch der heilige Franziskus schrieb vor, daß für die Anbetung die kostbarsten Leinen und Gefäße verwendet werden sollten.


Was ist also die „Teilnahme“ der Gläubigen anderes, als Teil zu sein und teilzunehmen an jenem „Schauspiel“ eines Glaubens, der Gott bekennt und damit die Welt und ihre profanen Shows herausfordert, die wirklich spektakulär sind: Man denke an Mega-Konferenzen oder Rockkonzerte. Die Liturgie bringt das Heilige zum Ausdruck, also die Gegenwart Gottes; sie ist keine Theateraufführung. Die vom Konzil gewünschte Teilnahme soll voll, bewußt, tätig und fruchtbar sein (ebd. 11 und 14) – also eine „Mystagogie“, ein Hineinführen in das Geheimnis, das durch preces et ritus – durch Gebete und Riten – geschieht und, wie der heilige Thomas betont, uns so weit wie möglich zur göttlichen Wahrheit und Schönheit emporheben soll (quantum potes tantum aude). Oder in den Worten des damaligen Paters Robert F. Prevost: „Unsere Mission besteht darin, die Menschen in das Wesen des Geheimnisses einzuführen als Gegengift zum Spektakel. Folglich muß die Evangelisierung in der modernen Welt geeignete Wege finden, um die Aufmerksamkeit des Publikums neu auszurichten, sie vom Spektakel zum Geheimnis hin zu verlagern“ (11. Mai 2012). Der usus antiquior des römischen Ritus erfüllt diese Aufgabe; sonst hätte er nicht der Säkularisierung des Heiligen widerstehen können, die in die römische Liturgie eingedrungen ist und viele glauben ließ, sie sei vom Konzil selbst gewollt worden. Das ist die Identität und die Sendung der Kirche.


Schließlich, Eminenz, lade ich Sie ein zu bedenken, daß die Liturgie seit den ältesten Zeiten feierlich gehalten wurde, um viele zum Glauben zu führen. Darum muß sie auch einen apologetischen Wert besitzen und darf nicht die Moden der Welt imitieren, wie uns der heilige Cyprian mahnt (Applaus, Tänze usw.) – bis hin zu den „Verformungen an der Grenze des Erträglichen“, die in den novus ordo eingedrungen sind, wie Benedikt XVI. bemerkte. Das ist die Echtheit der „heiligen Liturgie“; das ist die ars celebrandi, wie sie das Offertorium der Messe zeigt, das für die Bedürfnisse des Gottesdienstes und für die Armen dargebracht wird.


Daher bitte ich Euch, Eminenz, sich im Sinne des Wohls der kirchlichen Einheit auf einen synodalen Dialog einzulassen!


In Jesus Christus, dem Herrn
Don Nicola Bux


18. November 2015


Übersetzung: Giuseppe Nardi
Bild: sspx.news (Screenshot)


Quelle: (https://katholisches.info/2025/11/25/die-liturgie-bringt-das-heilige-zum-ausdruck-sie-ist-keine-theaterauffuehrung/)

Dienstag, 25. November 2025

Was ein Mönch so hört (8): Il barbiere di Siviglia

„Angesichts der Ideenfülle, des komischen Schwungs und der Wahrhaftigkeit der Deklamation bin ich überzeugt, dass es sich um die schönste Opera buffa handelt, die es gibt.“ – Richard Osborne

Rossinis „Il barbiere di Siviglia“ ist wohl die berühmteste Opernkomödie. Sie ist so bekannt, dass sie wie keine andere Oper die Populärkultur durchdrungen hat; Ouvertüre und Arien sind überall präsent, von Zeichentrickfilmen bis hin zu Fernsehwerbespots. Der „Barbier von Sevilla“ ist die einzige Rossini-Oper, die seit ihrer Uraufführung 1816 ununterbrochen zum festen Repertoire gehört.

Dank ihrer Popularität haben sich einige der größten Sänger der Geschichte an die Oper gewagt und so dazu beigetragen, dass der Barbiere zu den meistaufgenommenen Opern überhaupt zählt. Allerdings findet man selten eine Aufnahme ohne jegliche Schwächen – sei es Graf Almaviva, die traditionellen Kürzungen, Rosina oder etwas anderes. Der Barbiere lebt vom Zusammenspiel vieler Elemente, und es ist schwierig, sicherzustellen, dass all diese Elemente gleichermaßen überzeugen. Drei meiner bevorzugten Aufnahmen möchte ich Ihnen hier präsentieren:

Alceo Galliera / Philharmonia Orchestra (EMI/Warner)

Beginnen möchte ich mit einer der berühmtesten Barbiere -Aufnahmen aus dem Jahr 1957, die insbesondere durch ihre Hauptdarstellerin, Maria Callas, besticht. Obwohl die Rolle der Rosina für Mezzosopran oder Alt geschrieben wurde, haben sie im Laufe der Geschichte viele Sopranistinnen gesungen, und der Komponist selbst autorisierte einige Variationen für diese Stimmlage. „La Divina “ ist als Rosina ausdrucksstark und charaktervoll; vor allem aber strahlt ihr Witz vom ersten bis zum letzten Ton. Tito Gobbi ist die perfekte Ergänzung. Obwohl seine Stimme nicht ganz konventionell für die Rolle ist, sind sein schauspielerisches Talent, seine Interpretation und die Chemie mit Callas und dem restlichen Ensemble wunderbar. Ich war nie ein Fan von Luigi Alva, aber in dieser, seiner ersten von vielen Studioaufnahmen als Graf Almaviva, spielt er gut. Seine hohen Töne klingen dünn und nasal, seine Schlussarie „Cessa si più resistere“ wird ausgelassen, aber seine Darbietung ist ansonsten nuanciert und elegant. In einem missglückten Versuch, ihre Darbietungen komischer zu gestalten, übertreiben Fritz Ollendorff als Bartolo und Nicola Zaccaria als Basilio. Alceo Galliera dirigiert die Aufnahme zwar gut, doch die üblichen Kürzungen schmälern die ansonsten großartige Aufführung.

Jesús López Cobos / Orchestre de Chambre de Lausanne (Teldec)

Ich habe mir die nächsten beiden Aufnahmen aus zwei Hauptgründen für den Schluss aufgehoben. Erstens ist das Orchester kleiner besetzt, was meiner Meinung nach hervorragend zu dieser Oper passt, da es sich gut an die Leichtigkeit des Barbiers von Sevilla und das komödiantische Timing der Sänger anpasst. Diese Fassung von 1992 wird von Jesús López Cobos dirigiert, dessen schwungvolle und unbeschwerte Art das Zuhören zu einem wahren Genuss macht. Der zweite Grund ist, dass es in der Besetzung keine Schwachstellen gibt. Håkan Hagegårds Figaro – stimmlich eher leicht – ist agil, witzig, sympathisch und wunderbar gesungen. Jennifer Larmore ist musikalisch nahezu makellos, und ihre Charakterisierung ist lebendig und authentisch. Der stark unterschätzte Raúl Giménez verkörpert einen eleganten und aristokratischen Grafen, der seine Kopfstimme oft meisterhaft einsetzt, um eine sehr einzigartige und nuancierte Version von Almaviva zu schaffen. Corbelli ist ein äußerst komischer Bartolo, obwohl seine tiefe Lage nicht ganz so kräftig ist. Samuel Ramey liefert derweil eine brillante Darstellung des Basilio. Auch Barbara Frittoli überzeugt als Berta.

Sir Neville Marriner / Academy of St Martin in the Fields (Phillips)

Sir Neville Marriners Aufführung des Werkes aus dem Jahr 1982 ist nahezu perfekt dirigiert und vereint gekonnt alle Elemente der Oper, die in einer einzigen Produktion so schwer zusammenzubringen sind. Sie ist sorgfältig und durchdacht, bewahrt aber dennoch den Charme und die Leichtigkeit, die den Barbier zu einem komischen Meisterwerk machen. Hinzu kommt das fantastisch kompetente Kammerensemble, die Academy of St Martin in the Fields, und das Ergebnis ist ein voller Erfolg. Sir Thomas Allens Figaro ist wunderbar gesungen: Er hat eine volle Stimme und ist sehr charmant. Agnes Baltsa ist eine feurige und schelmische Rosina, zugleich aber auch verliebt und süß, in einer ihrer wohl besten Aufnahmen. Francisco Araiza ist einer der besten Graf Almavivas der gesamten Diskografie – agil und stimmgewaltig, dabei aber nuanciert und raffiniert. Ich habe noch kein besseres „Cessa di più resistere“ gehört . Domenico Trimarchi (Bartolo) und Robert Lloyd (Basilio) vervollständigen ein Ensemble, das nicht nur stimmlich hervorragend ist, sondern auch eine großartige Chemie aufweist und sichtlich Freude am gemeinsamen Musizieren hat. Die Audioqualität dieser Aufnahme ist ebenfalls herausragend. Wenn Sie sich nur eine Version von Rossinis „ Il barbiere di Siviglia“ zulegen dürften , würde ich Ihnen diese uneingeschränkt empfehlen.

Montag, 24. November 2025

Was ein Mönch so hört (7): Wagners Lohengrin unter Matačić und Kempe

 Lohengrin war Richard Wagners letztes Projekt, bevor er mit seinem vierteiligen epischen Musikdrama Der Ring des Nibelungen begann . Weithin als seine letzte konventionelle „romantische“ Oper angesehen, stellt Lohengrin dennoch einen bedeutenden Schritt hin zu dem dar, was Wagner später ein Gesamtkunstwerk nennen würde . Die Verwendung von Leitmotiven ist bereits nahe an dem Niveau des Rings , und der Gesang ist so lyrisch, wie Wagner es sich jemals erlaubte.

Wie die meisten Wagner-Opern verfügt auch Lohengrin über eine umfangreiche Diskografie, die durch die zahlreichen Aufnahmen bei den Bayreuther Festspielen erheblich erweitert wurde, aber auch durch mehrere bedeutende Studioaufnahmen ergänzt wird. Die Rolle des Lohengrin ist oft ein Einstieg für Tenöre, die sich Wagner nähern möchten, und obwohl die erforderlichen heroischen Eigenschaften offensichtlich sind, sollte man sich nicht täuschen lassen: Die Partie verlangt ein Maß an Lyrik, das viele Tenöre von vornherein übersehen, was oft zu einer unvollständigen Darstellung des Gralsritters führt.

Die Oper erfordert zudem zwei kontrastierende Sopranstimmen, die sich nicht nur im stimmlichen Charakter, sondern auch in ihrer dramatischen Persönlichkeit unterscheiden, um die Gegensätze zwischen Elsa und Ortrud überzeugend darzustellen. Elsa benötigt eine lyrische Stimme, die zu Introspektion und Nuancen fähig ist, während Ortrud eine dramatische Sopranistin (oder Mezzosopranstimme) mit dunklerem Timbre verlangt, die sich gegen das Orchester durchsetzen kann. Zur Vervollständigung der Hauptbesetzung werden außerdem ein Bariton und ein Bass mit solidem Stimmumfang für die Rollen von Telramund bzw. König Heinrich benötigt.

Lovro von Matačić / Orchester der Bayreuther Festspiele (Orfeo)

Diese herausragende Live-Aufnahme aus dem Jahr 1959, exzellent dirigiert von Lovro von Matačić, präsentiert das Bayreuther Orchester in Höchstform, beflügelt durch die leidenschaftliche und natürliche Interpretation des Werkes durch den Dirigenten. Sándor Kónya ist ein stimmlich wunderbarer Lohengrin, dem es jedoch etwas an Nuancenreichtum und Interpretation mangelt. Elisabeth Grümmer liefert die vielleicht beste Elsa-Interpretation auf Tonträger: ausdrucksstark und zugleich zart, besonders berührend in ihrem Zweifel im dritten Akt. Rita Gorr und Ernest Blanc sind sensationell als Ortrud und Telramund, und Franz Crass überzeugt ebenso als König Heinrich.


Rudolf Kempe / Wiener Philharmoniker (EMI/Warner)

In dieser Aufnahme von 1963 dirigiert Rudolf Kempe den Lohengrin mit einer Mystik, die nie erdrückend wirkt und Lyrik und Nuancen Raum gibt. Die Wiener Philharmoniker begleiten ihn dabei hervorragend. Jess Thomas gibt einen kraftvollen Lohengrin, der glücklicherweise die von der Rolle geforderte Heroik nicht übertreibt. Elisabeth Grümmer ist, wie schon in der Live-Aufnahme von von Matačić, eine zutiefst überzeugende Elsa, die nicht nur stimmlich schön, sondern auch in ihrer Interpretation fesselnd ist. Christa Ludwig und Dietrich Fischer-Dieskau sind als Ortrud und Telramund nahezu unerreicht; jedes Wort wird mit überzeugender Verschlagenheit und kalkulierter Täuschung vorgetragen. Gottlob Fricks Interpretation des Königs Heinrich vervollständigt eine sensationelle Besetzung in einer Aufnahme, die sich ihren Platz als Referenzaufnahme dieser Oper zu Recht verdient hat.

"Jeder Mensch muss auf sich achten" - Papst Leo XIV. erholt sich mit Sport und Lektüre

Fast jede Woche fährt Leo XIV. für einen Tag nach Castel Gandolfo. Am historischen Sommersitz der Päpste in den Bergen bei Rom gönnt er sich einen Ruhetag, an dem er lesen und Sport machen kann. Ganz frei hat er aber nie. 

Papst Leo XIV. hat erstmals verraten, was er an seinen freien Tagen an seinem Zweitwohnsitz in den Albaner Bergen bei Rom tut, wenn er dort seinen freien Tag verbringt. Am Dienstagabend sagte er kurz vor seiner Rückfahrt nach Rom in Castel Gandolfo auf die Frage von Journalisten nach seinen Aktivitäten am wöchentlichen Ruhetag: "Ein wenig Sport, ein wenig Lektüre, ein wenig Arbeit." 

"Mir tut das gut" 

Er erläuterte, es gebe "jeden Tag Korrespondenz, Telefonate und wichtige, dringende Fragen". Zum Sport führte er aus, er spiele in Castel Gandolfo Tennis und gehe schwimmen. Zur Begründung für die wöchentliche Auszeit führte der Papst aus: "Jeder Mensch muss gut auf sich achten, alle sollten für Körper und Geist etwas tun. (...) Mir tut das gut." Der Dienstag in Castel Gandolfo sei eine "sehr hilfreiche Pause".

(Quelle: DOMRADIO)

Samstag, 22. November 2025

Was ein Mönch so hört (6): Elektra (R. Strauss) unter Christian Thielemann und Karl Böhm

 Richard Strauss' Elektra (Uraufführung 1909 in Dresden) ist wohl das fortschrittlichste Werk des Komponisten, ein ausdrucksstarkes Werk, das die Grenzen des Tonalen erweitert. Es knüpft auch an die neuen Ideen seiner Zeit an, insbesondere an Freuds Theorien über das Unterbewusstsein und die Macht der menschlichen Triebe. Die Titelrolle erfordert einen dramatischen Sopran mit großem Stimmumfang. Die Oper basiert auf Hugo von Hofmannsthals Theaterstück, das wiederum auf Sophokles' antikem Drama basiert. Elektra wurde im Laufe der Jahre regelmäßig aufgenommen, und es gibt mehrere hervorragende Studioaufnahmen, aber diese Oper entfaltet ihre beste Wirkung live. 

Christian Thielemann / Staatskapelle Dresden (Deutsche Grammophon) 


Christian Thielemanns Live-Aufnahme von 2014 mit der Staatskapelle Dresden für Deutsche Grammophon legt mehr Wert auf Raffinesse und kammermusikalische Details als auf pure Wucht. Die dramatischsten Szenen – Elektras Wiedererkennung des Orest und die Schlussmomente der Oper – besitzen eine majestätische Wucht, wenngleich nicht ganz die mitreißende Energie eines Solti oder Mitropoulos. Evelyn Herlitzius' Elektra ist umstritten, doch ihre intensive, psychologisch packende Darbietung ist unüberhörbar, selbst wenn ihre Stimme mitunter dünn und vibratoreich klingt. Ihre Schreie in der Orest-Szene sind markerschütternd. Auch die übrigen Mitwirkenden sind exzellent: Waltraud Meier als gefährliche, manipulative Klytämnestra und René Pape als ungewöhnlich sensibler Orest. 

Karl Böhm / Staatskapelle Dresden (Deutsche Grammophon)

 

Karl Böhm hinterließ mehrere Live-Aufnahmen der Oper, aber nur eine Studioaufnahme, die 1961 für die Deutsche Grammophon mit der Staatskapelle Dresden entstand. Seine Interpretation zeichnet sich durch fiebrige, nervöse Energie und die detailreiche Orchesterarbeit des berühmten Ensembles aus. Inge Borkh, eine der führenden Elektras ihrer Zeit, bietet eine psychologisch überzeugende und leidenschaftliche Darstellung. Auch die übrigen Sängerinnen und Sänger sind stark besetzt, wobei Dietrich Fischer-Dieskaus Orest besonders hervorsticht.

Thérèse war verschwunden - Die Erneuerung des Glaubens in der Mystik

Die Praxis der Kontemplation eröffnet einen tieferen Zugang zur Jesus-Geschichte. 

Von Ludger Schwienhorst-Schönberger

Wer mit den geistigen Traditionen des christlichen Glaubens vertraut ist oder auch einige spirituelle Texte anderer Religionen oder Weisheitslehren wie etwa denen des Zen-Buddhismus oder des Advaita Vedanta kennt, begegnet hin und wieder sogenannten Erfahrungsberichten. In ihnen wird erzählt, wie jemand plötzlich in eine andere Dimension der Wirklichkeit versetzt wird. Oft, nicht immer, handelt es sich um Personen, die seit langer Zeit eine geistige Übung praktizieren. Derartige Erfahrungen können während der Kontemplation auftreten, ebenso aber auch außerhalb der Übung, mitten im Alltag.

Über alle kulturellen und individuellen Unterschiede hinweg weisen diese Erfahrungen eine ähnliche Struktur auf: Eine bisher vertraute Form des In-der-Welt-Seins zerbricht, eine neue, so noch nie geschaute Dimension der Wirklichkeit bricht in das Bewusstsein eines Menschen ein. Die Berichte sprechen von einem Erwachen, einer Erleuchtung, einem Sterben und Neugeborenwerden, einer Befreiung. Oft geht ihnen eine Inkubationszeit voraus, in denen sich etwas Neues ankündigt, das ans Licht drängt, doch die allerletzte Phase ist gewöhnlich ein Sprung, ein plötzliches Erwachen.

Die heilige Thérèse von Lisieux berichtet: "An jenem Tag war es nicht mehr ein Blick, sondern eine Verschmelzung (une fusion), da waren nicht mehr zwei, Thérèse war verschwunden (Thérèse avait disparu) wie der Tropfen Wasser sich in der Tiefe des Meeres verliert. Jesus allein blieb, Er war der Herr, der König." Am Tag darauf, so schreibt sie, "flossen wieder meine Tränen mit unbeschreiblicher Sanftheit und ich wiederholte ohne Unterbrechung die Worte des heiligen Paulus: ‚Nicht mehr ich lebe, Jesus lebt in mir‘ [Gal 2,20] (Œuvres complètes, 35vo–36vo).

Derartige Erfahrungen spielen im Alltag christlicher Gemeinden kaum eine Rolle. Auch die akademische Theologie weiß nicht viel mit ihnen anzufangen. Einem aufgeklärten Christentum gelten sie als suspekt und bisweilen sogar als gefährlich.

Liest man, sensibilisiert von derartigen Berichten, mit nüchternem Blick das Neue Testament, so gewinnt man den Eindruck, dass ohne einen solchen Sprung in eine andere Dimension der Wirklichkeit die Jesus-Geschichte nicht wirklich verstanden werden kann. Der Evangelist Johannes macht das gleich zu Beginn seines Evangeliums unmissverständlich klar. Und zugleich gibt er eine Antwort auf die Frage, warum viele Jesus und seine Lehre nicht verstehen und keinen Zugang zum Reich Gottes finden können. Was ihnen fehlt ist eine zweite Geburt, eine "Geburt von oben" (Joh 3,3), eine Geburt "aus dem Geist" (Joh 3,5), eine "Geburt aus Gott" (Joh 1,13).

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QUELLE: COMMUNIO ONLINE (https://www.herder.de/communio/spiritualitaet/die-erneuerung-des-glaubens-in-der-mystik-therese-war-verschwunden/)

Papst Leo XIV. auf der National Catholic Youth Conference aus den USA

Freitag, 21. November 2025

Martinszug ohne Kerzen : Deutschlands falscher Sicherheitswahn

Benjamin Leven meint: Mit ihrer Übervorsicht nehmen viele Eltern ihren Kindern die Chance, Verantwortungsgefühl, Selbstständigkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln.

 

Kämpfen wir für die überlieferte Messe und den überlieferten Glauben! - Ein Aufruf an alle Priester und Gläubigen.

Von P. Joachim Heimerl von Heimthal*


Es gibt nur wenige Dinge, die es wert sind, für sie zu kämpfen.
Ob zu diesen Dingen bestimmte Staatsordnungen oder moderne Ideologien gehören, darf man bezweifeln, auch wenn dies die meisten Bischöfe behaupten und auch der Papst.

Zu den Dingen, die den Kampf lohnen, gehören dagegen der katholische Glaube und sein authentischer Ausdruck in der Heiligen Messe.


Dass dies allerdings nur die Messe sein kann, die die Kirche seit der Frühzeit gefeiert hat, ist dabei klar.
Klar ist aber auch, dass mit der sogenannten „neuen Messe“ Pauls VI. ein neuer Glaube gekommen ist, und genau hier ist das Problem: Letztlich ist die Kirche über der „neuen Messe“ und den neuen Glauben auseinandergebrochen, und der erbitterte Kampf, der gegen die überlieferte Messe geführt wird, bezeugt eben dies.


Dabei kann niemand ein Katholik sein, der mit dem überlieferten Glauben und der überlieferten Messe nicht übereinstimmt, der sie ablehnt oder – wie Papst Franziskus – gar bekämpft, und an diesem Selbstwiderspruch geht die „neue Kirche“ langsam zugrunde.

Aber wie sieht es aus, wenn man sich nach der anderen Seite wendet, und wie ist es um die bestellt, die dem katholischen Glauben und damit der überlieferten Messe treu geblieben sind?
Gibt es hier wirklich einen gemeinsamen Kampf für die katholische Sache?
Ich wünschte, dem wäre so, aber die Widersprüche innerhalb der Kirche haben längst auch die verschiedenen Gruppen der Tradition erfasst.


Die Bruderschaften „St. Pius“ und „St. Petrus“ stehen symbolisch dafür: Die einen gehen den geraden katholischen Weg, die anderen meinen, sich um jeden Preis dem Papst unterwerfen zu müssen, weil der Papst eben der Papst sei und weil man ohne Papst – einer Art „deus in terris“ – nicht „katholisch“ sein könne. – Dem war einst so; das ist wohl richtig, aber diese Zeiten sind spätestens seit dem unseligen Pontifikat von Franziskus vorbei.


Seitdem haben Häresie, Apostasie und Idolatrie die Kirche erobert, und anstatt für den überlieferten Glauben und die überlieferte Messe zu kämpfen, schielen jene, die noch im wahren Sinne katholisch sind, fortwährend nach Rom, um von dort Erlaubnisse für das zu erbetteln, was immer erlaubt war und nie verboten werden kann, und das ist wiederum die überlieferte Messe.
Papst Pius V. hat ihr „ewige“ Fortgeltung verschafft, ihr einen quasi dogmatischen Charakter verliehen und die Priester ein für allemal an diese Form des römischen Ritus gebunden. – Wer aber hätte je gedacht, dass gerade in der katholischen Kirche „ewig“ nicht „für immer“ heißt?
Und wer hätte je erwartet, dass es so gut wie niemanden gibt, der es wagt, einem Papst zu trotzen, der meint, er könne über die Heilige Messe verfügen, sie mit Verboten versehen und Ausnahmeregelungen schaffen, als sei er allein der Herr des göttlichen Kultes?


Kann denn das Heiligste in der Verfügung eines Menschen und seines hohen Amtes stehen?
Wohl kaum, und wenn dem so wäre: Was wäre das Heilige dann bitte noch wert?

Ich darf gestehen: Ich habe eine heimliche Schwäche für Martin Luther, aber ich hätte nie gedacht, dass ich sie gerade im Zusammenhang mit der überlieferten Messe preisgeben würde.
Meine Schwäche bezieht sich allerdings nur auf Luthers berühmtesten Satz, auf jenen, den er auf dem Reichstag zu Worms vor dem Kaiser gesagt hat: „Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir.“

Liebe Freunde der überlieferten Heiligen Messe, liebe Katholiken im wahren Sinn!
Wann und wo sprechen Sie diesen oder einen ähnlichen Satz aus und treten damit entschieden für den wahren katholischen Glauben ein?


Es genügt nicht, den römischen Hass auf die „alte“ Messe zu ertragen oder ihn der Einfachheit halber als „notwendiges Übel“ zu spiritualisieren, denn all dies kommt nicht von Gott, sondern höchstens vom Teufel, und genau dem müssen wir um jeden Preis widerstehen.


Liebe Mitbrüder, feiert die überlieferte Messe! Ihr habt keine Erlaubnis dafür notwendig, denn diese Erlaubnis wurde euch durch die Weihe verliehen. Pius V. hat dies bestätigt, und die Geschichte der Kirche hat dies bezeugt!


Wenn euch das nicht genügt, dann genügt nichts mehr, und wenn wir nicht für die Heilige Messe kämpfen, werden wir jeden anderen geistlichen Kampf verlieren.

Vermutlich spüren wir es alle: Wir stehen innerhalb der Kirche in einem letzten Kampf für die Wahrheiten des katholischen Glaubens. Dass dies ein Kampf um die überlieferte Messe ist, ist offensichtlich, und hier gilt es für jeden von uns, seinen Mann zu stehen – und sei es wie Luther auf dem Reichstag zu Worms!


*Joachim Heimerl von Heimthal, Priester der Erzdiözese Wien, studierte Germanistik, Geschichte, Philosophie und Theologie. Er ist promovierter Germanist und war Lehrbeauftragter an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Neben literaturwissenschaftlichen Arbeiten ist er Autor zahlreicher Aufsätze und Kommentare zu kirchlichen Themen in in- und ausländischen Medien.


QUELLE: https://katholisches.info/2025/11/20/kaempfen-wir-fuer-die-ueberlieferte-messe-und-den-ueberlieferten-glauben/


Bild: Wikicommons, "Anbetung des Lammes" von Jan van Eyck, Genter Altar, 15. Jahrhundert

IMPULS: „Damit sie ihm sogleich öffnen, wenn er kommt und anklopft“



„Damit sie ihm sogleich öffnen, wenn er kommt und anklopft“ 
 
Aus dem Heiligen Evangelium nach Lukas - Lk 12,35-38. 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Eure Hüften sollen gegürtet sein und eure Lampen brennen! 

Seid wie Menschen, die auf ihren Herrn warten, der von einer Hochzeit zurückkehrt, damit sie ihm sogleich öffnen, wenn er kommt und anklopft! 

Selig die Knechte, die der Herr wach findet, wenn er kommt! Amen, ich sage euch: Er wird sich gürten, sie am Tisch Platz nehmen lassen und sie der Reihe nach bedienen. 

Und kommt er erst in der zweiten oder dritten Nachtwache und findet sie wach – selig sind sie. 

Das Wort Gottes scheucht den Faulen auf und weckt den Schläfer. Wer an die Tür klopft, möchte doch immer auch eintreten. Es liegt an uns, wenn er nicht immer hereinkommt oder nicht immer bei uns bleibt. Halte deine Tür also offen für den, der da kommt! Öffne deine Seele, erweitere die Fassungskraft deines Geistes, um den Reichtum der Einfachheit, die Schätze des Friedens und die Süße der Gnade zu erkunden! Mach weit dein Herz, lauf der Sonne des ewigen Lichts entgegen, das „jeden Menschen erleuchtet“ (Joh 1,9)! 

Dieses wahre Licht leuchtet gewiss für alle. Verschließt jedoch einer seine Fenster, so bringt er sich selbst um das ewige Licht. Selbst Christus bleibt draußen, wenn du die Tür deiner Seele verschließt. Er könnte zwar eintreten, aber er will sich nicht mit Gewalt Zugang verschaffen; er möchte denen, die ihn ablehnen, keinen Zwang antun. Hervorgegangen aus dem Schoß der Jungfrau, sendet er seine Strahlen in das ganze Universum, um für alle zu leuchten. 

Jene, die das in immerwährendem Glanz strahlende Licht in sich aufnehmen wollen, öffnen ihm, und keine Nacht wird den Glanz dieses Lichtes je unterbrechen. Die Sonne, die wir jeden Tag sehen, weicht der Dunkelheit der Nacht; doch die Sonne der Gerechtigkeit (vgl. Mal 3,20) kennt keinen Untergang, denn die ewige Weisheit wird vom Bösen nicht besiegt.

Hl. Ambrosius (um 340-397) 
Bischof von Mailand und Kirchenlehrer 
12. Predigt zum Psalm 118 ( 119) 

Donnerstag, 20. November 2025

Ist Künstliche Intelligenz Teil des „göttlichen Schöpfungsakts“? von Christian Schnaubelt

Die Frage des ethischen Umgangs mit Technologie und insbesondere Künstlicher Intelligenz war eines der zentralen Themen von Papst Leo XIV. in den ersten sechs Monaten seiner Amtszeit. In einer kürzlich veröffentlichten Botschaft hat der Pontifex eine positive theologische Vision von Technologie formuliert, der er eine Teilhabe am göttlichen Schöpfungsakt zuweist. Und was bedeutet dies jetzt für den Einsatz von KI in der pastoralen Arbeit vor Ort in den Pfarreien?

KI als „Werkzeug“ mit „außergewöhnlichem Potenzial“

Bereits in seiner Botschaft an die „Zweite Jahreskonferenz über Künstliche Intelligenz, Ethik und Unternehmensführung“ am 19. Juni 2025 in Rom hatte Papst Leo XIV. seine Position zur Künstlichen Intelligenz formuliert. Der Pontifex attestierte KI ein „außergewöhnliches Potenzial“ zum Wohl der Menschheit, betont aber zugleich die fundamentale Einordnung: „Künstliche Intelligenz ist ein außergewöhnliches Produkt menschlichen Genies, bleibt aber vor allem ein Werkzeug.“ Die Werkzeug-Metapher ist für Papst Leo zentral: Sie markiert die klare Grenze zwischen menschlicher Kreativität und maschineller Simulation und unterstreicht, dass die ethische Tragweite von KI von den Absichten ihrer Schöpfer:innen und Nutzer:innen abhängt.

Jetzt schrieb Papst Leo XIV. in seiner Botschaft zum „Builders AI Forum“ am 6. November 2025 in Rom: „Technologische Innovation kann eine Form der Teilhabe am göttlichen Schöpfungsakt sein. Sie trägt eine ethische und spirituelle Bedeutung, denn jede Design-Entscheidung drückt eine Vision von Menschlichkeit aus. Die Kirche ruft daher alle Entwickler von KI auf, moralisches Urteilsvermögen als grundlegenden Teil ihrer Arbeit zu kultivieren – um Systeme zu entwickeln, die Gerechtigkeit, Solidarität und echte Ehrfurcht vor dem Leben widerspiegeln.“

„Entwicklung von KI als ekklesiale Aufgabe“

In seiner Botschaft an die Forum-Teilnehmer formulierte der Papst weiterhin: „Die Frage ist nicht nur, was KI tun kann, sondern wer wir durch die Technologien werden, die wir entwickeln.“ Er forderte, „dass die Entwicklung von KI eine zutiefst ekklesiale Aufgabe“ sein müsse: „Ob man nun Algorithmen für katholische Bildung entwirft, Werkzeuge für mitfühlende Gesundheitsversorgung oder kreative Plattformen, die die christliche Geschichte mit Wahrheit und Schönheit erzählen – jeder Teilnehmer trägt zu einer gemeinsamen Mission bei: Technologie in den Dienst der Evangelisierung und der ganzheitlichen Entwicklung jeder Person zu stellen.“

KI im Pfarreialltag

Was bedeutet dies jetzt für den Einsatz von KI in der pastoralen Arbeit vor Ort in den Pfarreien? Carsten Leinhäuser, Priester aus Winnweiler im Bistum Speyer, schreibt in unserem Partnerportal explizit.net einige Use-Cases für den Einsatz von „KI im Pfarreialltag“ wie Pfarreiorganisation, Predigtschreiben und Analyse des Pfarrbriefes. Der Autor des Buches „Die Dinos dachten auch, sie hätten noch Zeit – Kirche muss sich endlich ändern“ möchte damit einen Dialog über Chancen und Herausforderungen von KI in der pastoralen Arbeit anregen:

„Wichtig bleibt: KI übernimmt keine Verantwortung. Sie kennt keine Gewissenserforschung, keine Unterscheidung der Geister. Sie ist ein Werkzeug. Theologisches Urteil, pastorale Klugheit und letztlich auch die Entscheidung vor Gott bleiben bei uns Menschen.“

KI ist weder Teufelswerk noch Heilsbringer, sondern Chancenbringer

Die jüngsten Aussagen von Papst Leo XIV. zum technologischen Fortschritt und zu Künstlicher Intelligenz markieren einen neuen Akzent gegenüber seinem Vorgänger Papst Franziskus:

Leo XIV. sieht in verantwortungsvoll entwickelter Technologie nicht nur eine Gefahr – wie Papst Franziskus –, sondern auch eine Chance zur Mitgestaltung der Schöpfung. Diese neue theologische Deutung öffnet einen Raum für verantwortungsvoll gestaltete KI-Entwicklung im Dienst der Evangelisierung. Der Pontifex betont, dass „künstliche Intelligenz entsteht, wie jede menschliche Erfindung, aus der kreativen Fähigkeit, die Gott uns anvertraut hat.“

Fazit: Künstliche Intelligenz ist weder Teufelswerk noch Heilsbringer, sondern ein Chancenbringer. Ob technologische Innovation dabei „göttliche Schöpfungskraft“ (Papst Leo XIV.) erreichen kann, ist eine spannende theologische Frage. Viel entscheidender aber dürfte wohl sein, wie wir Menschen neue Technologien – wie KI – als Werkzeug einsetzen.

Sei es zum Guten oder zum Bösen? Diese Frage stellt sich bei allen technologischen Entwicklungen, von Oppenheimers Atombombe bis zur Entwicklung der Künstlichen Intelligenz, die von Alan Turing und John McCarthy inspiriert wurde.

Papst Leo XIV. signalisiert, dass die katholische Kirche die digitale Transformation als zentrale Herausforderung des 21. Jahrhunderts ernst nimmt – und bereit ist, die katholische Soziallehre und die „Algor-Ethik“ als (kritisches, aber konstruktives) Korrektiv in die Debatten einzubringen.

Papst Leo schrieb: „Die Kirche kann und muss bei der ethischen Gestaltung der KI-Revolution eine führende Rolle spielen.“ Und aus diesem „Muss“ kann eine Chance erwachsen!

Lesetipp aus unserem Partnerportal explizit.net: https://explizit.net/medien/artikel/ki-im-pfarreialltag/

Christian Schnaubelt (Chefredakteur und Herausgeber von kath.de)


Christian Schnaubelt

Christian Schnaubelt (Jahrgang 1975) ist Dipl. Sozialwissenschaftler und Kommunikationswirt aus Bochum. Er hat sich als Journalist, Fotograf und Social Media Manager selbstständig gemacht. Seine Schwerpunktthemen sind Kirche, Medien, Internet, Social Media und digitalisierte Lebenswelten.


QUELLE: https://www.kath.de/kommentar/2025-11-18-ist-kuenstliche-intelligenz-teil-des-goettlichen-schoepfungsakts