Peter Seewald, Bestsellerautor und renommierter Publizist, stellt in „Die Entdeckung der Ewigkeit“ die provokante Frage: Was, wenn der Tod nicht das Ende ist – sondern der Anfang? In einer Zeit, die vom Verlust des Jenseitsglaubens geprägt ist, lädt Seewald zu einer tiefgründigen Erkundung ein. Er entlarvt die Illusionen der Anti-Aging-Kultur und zeigt, warum es klug ist, das irdische Leben vom Ende her zu denken.
Unsere Gegenwart ist geprägt von der Angst vor dem Altern und dem Wunsch nach ewiger Jugend. Doch wer den Tod verdrängt, verliert den Blick für das Wesentliche. Statt sich in Oberflächlichkeiten zu verlieren, lohnt es sich, das Leben in seiner Tiefe zu betrachten – mit dem Wissen um seine Endlichkeit und der Hoffnung auf etwas Größeres. Die christliche Vorstellung von Ewigkeit wird dabei nicht als dogmatisches Konzept präsentiert, sondern als geistige Ressource, die Halt und Orientierung geben kann.
Dieses Werk ist ein Denkanstoß für alle, die mehr vom Leben erwarten als Konsum und Selbstoptimierung. Es richtet sich an Leserinnen und Leser, die sich mit existenziellen Fragen beschäftigen und nach Antworten jenseits des Zeitgeists suchen. Ein bewegendes und zugleich tröstliches Buch.
Katalanischer Nationalist, tief gläubiger Katholik und ein Revolutionär der Architektur – sieben seiner Bauwerke gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wer war dieser exzentrische Architekt, der eine vollkommen neue Formensprache erfand? Er revolutionierte die Architektur durch die Nachahmung der Naturgesetze, die er auf den Schöpfergott zurückführte. So entstand ein höchst eklektischer Fusion-Stil aus Gotik, Barock und arabischen Elementen. Damit gilt er als Vater des spanischen Jugendstils. Sein bekanntestes Werk ist die Sagrada Família in Barcelona, die jährlich Hunderttausende von Besuchern nach Barcelona lockt.
»Der Architekt Gottes« ist die erste Biografie einer höchst eigenwilligen Gestalt: Ein katalanischer Patriot, der Mitte seines Lebens zu einem sehr intensiven, spirituellen Glauben fand. Ein Sinnsucher, der sich mit Musik und Farbtheorie, Fotografie, Literatur und Glasmalerei beschäftigte. Er galt als Star, der sich aber immer mehr von der Gesellschaft abwandte und nach seinem legendären Straßenbahnunfall in einem Armenspital starb.
Die eindringliche und bewegende Autobiographie eines furchtlosen Oppositionsführers, der den höchsten Preis für seine Überzeugungen zahlen musste.
Nawalny begann mit der Arbeit an PATRIOT im Jahr 2020, kurz nach dem Giftanschlag auf ihn. Es ist die umfassende Geschichte seines Lebens: seine Jugend, seine Berufung zum Aktivisten, seine Ehe und Familie sowie sein Einsatz für Demokratie und Freiheit in Russland angesichts einer Supermacht, die ihn unbedingt zum Schweigen bringen will. PATRIOT zeigt Nawalnys absolute Überzeugung: Der Wandel ist nicht aufzuhalten. Er wird kommen.
Anschaulich und mit spannenden Details, einschließlich bislang unveröffentlichter Aufzeichnungen aus dem Gefängnis, schildert Nawalny seinen politischen Werdegang, die zahlreichen Anschläge auf ihn und seine Vertrauten und die hartnäckigen Kampagnen, die er und sein Team gegen das zunehmend diktatorische Regime zu führen wagten.
Nawalnys Witwe, Julija Nawalnaja, sagt: “Dieses Buch ist nicht nur das Zeugnis von Alexejs Leben, sondern auch von seinem standhaften Kampf gegen die Diktatur – ein Kampf, für den er alles gab, einschließlich sein Leben. Die Leser werden den Mann kennenlernen, den ich zutiefst geliebt habe – einen Mann von umfassender Integrität und unbeugsamem Mut. Seine Geschichte wird nicht nur sein Andenken ehren, sondern auch andere Menschen inspirieren, sich für das Richtige einzusetzen und nie die Werte aus den Augen zu verlieren, die wirklich zählen.”
Geschrieben mit der Leidenschaft, dem Esprit, der Aufrichtigkeit und dem Wagemut, für die er zu Recht bewundert wurde, ist PATRIOT Nawalnys Abschiedsbrief an die Welt: eine bewegende Darstellung seiner letzten Jahre, die er im brutalsten Gefängnis der Welt verbrachte, eine Mahnung, warum die Grundsätze der individuellen Freiheit so wichtig sind, und ein mitreißender Aufruf, das Werk fortzuführen, für das er sein Leben gab.
Mit dem reichen Vater öffentlich brechen, die Kleider eines Bettlers anziehen, in absoluter Besitzlosigkeit leben: Franz von Assisi zog in seinem Glauben an Jesus alle Register. Bis heute fasziniert er, weil er seinem Herzen kompromisslos folgte. Das radikale Leben dieses "Hofnarren Gottes" eckt an und reißt in seinen Extremen mit: bittere Armut trifft auf überschwänglich-naive Fröhlichkeit, harte Ablehnung auf bedingungslose Anhängerschaft. Der Weg des Heiligen war eine wahren Berufung.
Der Theologe und Kunsthistoriker Markus Hofer nutzt die erhaltenen Quellenschriften und begegnet Franz von Assisi ohne verklärende Zuschreibungen.
"Franziskus ist ein menschliches Gesamtkunstwerk, in dem Liebe und Entbehrung, Poesie und Radikalität, Vollendung und Versagen zusammentreffen."
Weltweit begegnen einander die Kulturen und Religionen. Der Austausch zwischen ihnen wird immer selbstverständlicher, ihre Rolle für den Frieden immer deutlicher. Dürfen Christen da noch sagen: "Allein Jesus Christus ist der Grund für die Erlösung der Menschen"? Muss das Christentum seinen Wahrheitsanspruch aufgeben, um modern und tolerant sein zu können? Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. zeigt: Ein wertschätzendes Miteinander der Religionen, Glaube und Dialog, Freiheit und Toleranz hängen gleichermaßen an der entscheidenden Frage: "Was ist eigentlich wahr?" Er zeigt weiterhin in gewohnt intellektueller Brillanz, warum Begegnung und Dialog unausweichlich mit der Frage nach der Wahrheit konfrontieren. Ein Appell zum reflektierten Miteinander der Religionen, ohne das eigene Selbstverständnis aufzugeben.
Die Geschichte der Mozarts beginnt nicht in Salzburg, sondern in einem kleinen Dorf bei Augsburg. Hier liegen die Wurzeln einer Familie, die der Menschheit ein großes Geschenk gemacht hat: drei Generationen an Musikern von europäischem Ruhm und den Pianisten, Organisten, Violinisten, Musikunternehmer und Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart.
Michael Lemster erzählt in seinem Buch vom Aufstieg und Erlöschen der Mozarts, von ihren Anfängen im 15. Jahrhundert bis zum Tod der letzten Nachfahrin im Jahr 1965:
- Der Aufstieg der Familie Mozart: vom Bauern zum Handwerker zum Künstler und vom aufgeklärten Höfling zur bürgerlichen Existenz
- Eine lebensprall erzählte Familiengeschichte, eingebunden in die Geschichte Europas
- Der Stammbaum der Familie Mozart: Mozarts Vorfahren und seine Eltern Leopold und Anna Maria, Ehefrau Constanze Weber und Mozarts Söhne Franz Xaver und Carl Thomas Mozart
- Ein Leben für die Musik: die Compagnie Mozart, der Familienbetrieb des Leopold Mozart, und ihre Reisen durch Europa
- Was Mozart inspirierte: von den ersten Kompositionen als Wunderkind, über künstlerische Krisen bis hin zur Veröffentlichung seiner Werke wider Willen durch Mozarts Ehefrau Constanze
Die Mozarts – Familienbiografie und Panorama der europäischen Geschichte
Die Mozarts, deren Aufstieg nach dem Dreißigjährigen Krieg begann, stehen für prägende Epochen der europäischen Geschichte. Kreativ und ehrgeizig meisterten sie die Herausforderungen ihrer Zeit. Die Biografien der Familienmitglieder sind reich an Höhepunkten und Krisen, Rätseln und Verwicklungen. War Leopold Mozart wirklich der unnachgiebige Zuchtmeister des kindlich-unbekümmerten Wolfgang? War das »Bäsle« die große, aber unmögliche Liebe des Komponisten? Und war Wolfgangs Frau Constanze der Ruin der Familie oder die Mutter ihres Nachruhms?
Mit feinem Gespür für das Zeitkolorit wirft Michael Lemster in seinem Mozart-Buch ungewöhnliche Fragen auf und erzählt die außergewöhnliche Geschichte einer Familie, deren Geist vor allem in der klassischen Musik unsterblich wurde!
Kim Jong Un in Nordkorea, Jair Bolsonaro in Brasilien, bis vor Kurzem auch Donald Trump in den USA - weltweit scheint der Irrsinn zuzunehmen. Kann man etwas dagegen tun, und sind die überhaupt wirklich verrückt? Was vor zehn Jahren noch eher Promis aus der zweiten Reihe betraf, hat es jetzt in die Chefsessel dieser Welt geschafft. Da war eine komplette Aktualisierung unvermeidlich. Der Irrsinn hat die Macht übernommen. Was sagt ein Psychiater dazu?
Aber auch Psychiatrie und Psychotherapie haben weitere Fortschritte gemacht. So bringt »Neue Irre!« den aktuellen Stand der Wissenschaft: Alle Psycho-Diagnosen, alle Psycho-Therapien und das in bewährt kurzweiliger und allgemein verständlicher Form. Was ist Depression wirklich, was sind Angststörungen, was ist Schizophrenie, was tut man gegen Sucht, vor allem gegen die neuen Süchte, und schließlich: Ist Burnout out? Der renommierte Psychiater und Bestseller-Autor Manfred Lütz bringt Licht ins Dunkel des allgemeinen Wahnsinns.
Wilhelm Busch, 1897 - 1966, kam während seiner Dienstzeit als Leutnant im Ersten Weltkrieg zum Glauben an Gott und begann nach dem Krieg ein Theologiestudium in Tübingen. Nach Abschluss des Studiums war er zunächst Pfarrer in Bielefeld, dann in einem Bergarbeiterbezirk im Ruhrgebiet und schließlich mehrere Jahrzehnte lang Jugendpfarrer in Essen.
Wilhelm Busch war überzeugt: Das Evangelium von Jesus ist die atemberaubendste Botschaft aller Zeiten. Darum gilt für jeden Zeitgenossen damals wie heute: Jesus unser Schicksal. Jede dieser klaren und christusbezogenen Ansprachen ist so aktuell, dass sie auch heute noch Junge und Alte anzusprechen vermag.
Wenn man sich in der Natur beim Wandern verlaufen hat und nicht weiß, in welche Richtung man gehen soll, dann ist man
heilfroh, wenn man plötzlich einen Wegweiser begegnet, der einen sagt, wo es lang geht. Im Gestrüpp vieler Religionen kann man sich ebenso verlaufen und die Orientierung verlieren. Wer dieses Buch von Pfarrer Wilhelm Busch gelesen hat, der findet aus diesem Gestrüpp unterschiedlichster religiöser Wege heraus. Er erkennt, dass es nur einen Weg zu Gott gibt, nämlich den, den Gott selbst angeboten hat: Jesus Christus. ER hat gesagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und niemand kommt zu Gott, außer durch mich." Das dieser Absolutheitsanspruch Jesu Christi stimmt, beweist Pfarrer Busch in seinem Buch sehr eindrücklich und überzeugend. Wer einen Wegweiser zur Wahrheit begegnen möchte, der sollte unbedingt dieses Buch lesen.
Das Leben von Pater Andreas Amrhein (1844–1927), Gründer der Missionsbenediktiner von Sankt Ottilien und der Missions-Benediktinerinnen von Tutzing, verlief in vieler Hinsicht ungewöhnlich und widersprüchlich. Während seine Gründungen heute weltweit tätig sind und ihr Wirken in Teilen gut erforscht ist, wird der Gründer selbst meist nur kursorisch präsentiert. Dabei wird übersehen, dass nur über ein vertieftes Verständnis der Gründerpersönlichkeit manche Entwicklungen der Kongregationen richtig gedeutet werden können. Die hier vorgelegte Biographie möchte einen möglichst umfassenden Einblick in das Denken und Handeln Amrheins im Kontext der Zeitgeschichte und damit einen Beitrag zur Erforschung des Gründungscharismas der missionsbenediktinischen Kongregationen bieten.
Entschuldigung! Lieber P. Cyrill, das wäre eigentlich ein Fall für die "Culpa-Ecke"
Dieses Buch von Kardinal Robert Sarah ist kirchenpolitisch hoch brisant und bedeutsam. Die Reform-Debatten, die in der katholische Kirche in den letzten Jahren immer vehementer geführt werden, haben den ehemaligen Präfekten der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, Kardinal Robert Sarah, mehrfach bewegt, sich zu Wort zu melden. Mit diesem neuen Buch wirft Sarah seinen wohl wichtigsten Beitrag zur aktuellen Debatte in den Ring. Er verteidigt das Priestertum und den Zölibat mit großer Kraft und Weisheit, ohne Angst vor der öffentlichen Debatte. Papst em. Benedikt XVI., der sich seit seinem Amtsverzicht im Februar 2013 kaum mehr zu Wort gemeldet hatte, beschloss ausnahmsweise auf Wunsch von Kardinal Sarah, einen theologischen Beitrag über das vielleicht wichtigste Thema der Kirche zu schreiben: das Priestertum. Obwohl damals bereits 92 Jahre alt ist der Beitrag Benedikts - wie von ihm gewohnt - von hoher intellektueller, kultureller und theologischer Dichte.
Wie ein Held wirkt er nun wirklich nicht: Pater Brown ist unscheinbar, unbeholfen, dicklich, kurzsichtig, hat einen riesigen Kopf und macht einen etwas einfältigen Eindruck. Noch dazu ist er Priester. Doch unterschätzen sollte man den Geistlichen aus Essex keinesfalls. Gesegnet mit reichlich Menschenverstand (und göttlichem Beistand), hat Pater Brown noch jeden Verbrecher überführt, wenngleich er die Strafe oftmals der göttlichen Gerichtsbarkeit überlässt. Und als katholischer Geistlicher weiß er mehr über die Sünden, die Abgründe der Menschen, über das Böse als seine säkularen Kollegen Holmes, Poirot oder Marple. Dieses Wissen erweist sich ein ums andere Mal als unverzichtbar bei seinen Ermittlungen, die sich mal in einem Landhaus, mal im Beichtstuhl, mal in einem idyllischen Gärtchen und mal auf Londons Straßen zutragen. Was ihn das Böse auf Erden ertragen lässt? Sein Humor - und der hat es in sich. Sämtliche Fälle des wohl ungewöhnlichsten Ermittlers der Kriminalliteratur jetzt in einem Prachtband versammelt.
Diese Sammlung aller Father-Brown-Geschichten des Kampa-Verlages ist die beste Ausgabe dieser Art.
Enthalten sind sämtliche fünf Zyklen, wie sie vom Autor angelegt worden sind. Übersetzt wurden alle Geschichten von Hanswilhelm Haefs, der großen Wert auf korrekte, wortgetreue Übersetzungen legt und dabei den sprachlichen Stil des Autors weitmöglichst übernimmt, was sehr lobenswert, weil, gerade bei Chesterton, nicht selbstverständlich ist.
"G. K. Chesterton ist einer der herrlichsten Schriftsteller aller Zeiten."
Musik ist etwas Himmlisches und für uns immer wieder eine Einladung, Gott zu erfahren. Sie berührt alle Menschen und klingt im Herzen weiter. Sie ist Ausdruck des Lebens und Glaubens mit all seinen Höhen und Tiefen. Anselm Grün vermittelt uns mit diesem Buch aber noch sehr viel mehr. So hatte die Musik auch große Bedeutung in der Kirchengeschichte. Sie war immer schon eine tiefe Ausdrucksmöglichkeit des Glaubens - eine von Gott geschenkte Gabe.
Seit jeher haben Menschen Musik als Tor zum Himmel erlebt. Für viele ist Musik der Weg, sich Gott und seinem unsagbaren Geheimnis zu öffnen und mit der mit der spirituellen Sehnsucht in Berührung zu kommen. Die Liebe Jesu wird in der Musik erfahrbar: in der Fastenzeit und an Ostern, im Advent und an Weihnachten und in jedem gesungenen gregorianischen Choral. Musik weckt Freude und Hoffnung.
Anselm Grün, selbst ein großer Musikliebhaber, vertieft zunächst die Zusammenhänge zwischen Musik und Gottesdienst, Musik und Stille, Musik bei den Kirchenvätern, um sich dann gründlich den spirituellen und therapeutischen Qualitäten bei Bach, Haydn und Mozart sowie beim gregorianischen Choral zu widmen. Eine beiliegende CD , die die besprochenen Musikstücke aufgreift, rundet die Ausführungen bestens ab.
Das herrliche "Et incarnatus est" aus der großen c-Moll Messe KV 427 ist für Anselm Grün der Höhepunkt von Mozarts Kirchenmusik.. Es wird im Buch ausführlich besprochen und befindet sich auch auf der beigefügten CD: In der Menschwerdung Gottes, begegnen sich - auch musikalisch - Himmel und Erde.
Moderne Gesellschaften verfügen über den Wert des Lebens. Schon längst ist die Würde des menschlichen Lebens antastbar geworden. Ein Buch, das über wesentliche Werte nachdenken lässt, was es heißt, eine Person zu sein.
Der Unterschied zwischen »etwas« und »jemand« besteht in einen »persönlichen Akt der Anerkennung«, den man einem Anderen zukommen lässt. Robert Spaemann entfaltet diese Überlegung und vermittelt beeindruckend, dass Personen erst dann zu Personen werden, weil wir es ihnen zuschreiben.
»Spaemanns Philosophie ist ein eindringlicher und imposanter Versuch, jeder Form der Verdinglichung von lebendigen Menschen, die für ihn sämtlich als Personen zu gelten haben, entgegenzuwirken... Gerade weil Spaemann jedoch in den Auftreten von Peter Singer von Anfang an nicht allein eine ärgerliche Provokation, sondern ein zeittypisches Phänomen erblickte, hat er sich … dem argumentativen Disput nicht entzogen. In welchem Ausmaß Spaemann diese Kontroverse als geradezu epochale Herausforderung empfand, kann man jetzt bei der Lektüre seiner großen Abhandlung über Personen nachvollziehen.«
Hier bemalte Michelangelo vier Jahre lang die Decke der Sixtinischen Kapelle; Joseph Ratzinger zog aus dem bayerischen Markl zu; und jährlich strömen Millionen Gläubige und Pilger, Kunstliebhaber und Touristen her: in die Papststadt Rom, auf den Petersplatz, zum Vatikan. Steuerparadies und Inbegriff einer Weltmacht, ein kleiner Staat mit eigener Verwaltung, eigenem Postwesen und eigenem Bahnhof. Dieses Buch öffnet Türen. Es führt uns mitten hinein in dieses Universum, zum Lateran, zu Santa Maria Maggiore und den anderen Papstbasiliken, in die Katakomben und nach Castel Gandolfo. Auf die Gassen, Plätze und zu den Menschen im Vatikan, in Wohnungen und Gärten, Büros und Restaurants – in die urbane Realität einer Weltstadt.
Bunt und in einer wunderschönen Sprache geleitet der Autor den interessierten Besucher durch die hintersten Winkel des Vatikans und lässt im Leser das Bedürfnis, möglichst schnell dorthin zu kommen wachsen!
Im Oktober 2023 versammelt sich eine bunte Truppe von Menschen in der Abtei Mariendonk in Grefrath am Niederrhein. Theologen, Philosophen, Priester, Ordensfrauen und andere teilen die Überzeugung, dass die Kirche ihre besten Tage noch vor sich hat. Begleitet vom Chorgebet der Schwestern suchen sie in einem Projekt praktischer Synodalität nach den Urworten der Kirche - nach dem, was unbedingt gegeben sein muss, wenn die Kirche ihren institutionellen Zerfall überlebt und mit armen Mitteln neu startet. Statt zu lamentieren, verfolgen sie eine andere Spur: Sie bejahen das Ende falscher Verhältnisse und schauen auf Urfragen wie „Was ist mit Jesus? Wie will ER die Gemeinschaft der Glaubenden?" Sie bezeugen, dass sich die Umrisse einer neuen Kirche zeigen - einer Kirche, die man mit neuer Liebe lieben kann, weil sie mit ihren Lebenslügen schlussgemacht hat, weil sie ein Schutzraum für die Schwachen ist und dem Bösen widersteht. 30 Autoren sind fest davon überzeugt: In nicht zu ferner Zukunft wird die Kirche aus den Ruinen auferstehen - kleiner, dynamischer, fröhlicher, wesentlicher, liebevoller, frömmer.
Die Kirche aus ihrem Ursprung neu denken!
Wie sieht eine Kirche aus, die Gott gefällt? Über Jahre hinweg rangen deutsche Katholiken vergeblich um die Reinigung und vitale Regeneration ihrer Kirche. Von Anfang an gab es nicht nur römische Bedenken und restaurativen Widerstand. Mit der Initiative »Neuer Anfang« meldeten sich »zivilisierte Kritiker des Synodalen Wegs zu Wort«; ihrer »messerscharfen, zumal philosophischen Analyse der kirchlichen Verwerfungen« (FAZ) schlossen sich Tausende von Gläubigen an, denen die eher strukturellen Reformansätze des »Synodalen Weges« nicht weit genug gingen. Nun liegt ein mehr am Evangelium orientierter Reformansatz vor, ein Buch, das den Dialog mit allen in der Kirche will und Kraft hat, neu für die Schönheit der Kirche und die Wiederentdeckung ihrer Wurzeln zu begeistern. Ein leuchtender Text, der Lust macht auf eine von Jesus her relevante Kirche, die absolut nicht mehr langweilig ist.
Aus dem Vorwort:
Um die Erneuerung der Kirche zu denken, folgen wir der Einladung von Papst Franziskus zu einem Heimatbesuch in Jerusalem. Wir gehen noch einmal in die privilegierte Zeit Jesu zurück, achten auf alles, was Jesus (vor allen späteren kirchlichen Entfaltungen) wichtig war und machen es wie gute Unternehmensberater mit einem Sanierungsfall. Sie denken vom Gründungsauftrag (Vision) her, versuchen, den Unternehmenszweck (Mission) zu bestimmen und empfehlen dem Unternehmen zumeist die Verschlankung auf das Kerngeschäft. Wenn wir in diesem Buch 15 Urworte und ein Urbild der Kirche betrachten, betreiben wir zuerst Theologie und fragen: Warum ist das Jesus wichtig? Dann erst beitreiben wir Pastoral: Was können wir tun, damit die Kirche an vielen Orten wieder aufblüht?
Von Bernhard Meuser (Herausgeber), Christiana Reemts (Herausgeberin) und Martin Brüske (Herausgeber), mit Beiträgen von Bischof Stefan Oster SDB, Sr. Justina Metzdorf OSB, Marc-Stephan Giese SJ, Pfr. Bodo Windolf und anderen insgesamt 30 Autorinnen und Autoren.
Alte Ordensfrauen und -männer erzählen von schweren Entscheidungen, von Krisen und Glücksmomenten und von ihrem persönlichen Weg zu innerer Freiheit. In ihren Erfahrungen lassen sich Antworten auf die großen Lebensfragen erahnen. Ruth Mächler berichtet und reflektiert als Soziologin und evangelische Seelsorgerin über ihre Gespräche mit den alten Patres, Brüdern und Schwestern. Was bedeutet Freiheit? Wie findet man zu guten Entscheidungen? Was ist es wert, alles dafür hinzugeben? Was kann tragen im Alter, wenn Gesundheit und Kraft schwinden? – Ein Buch über gelebtes Leben, das mehr Weisheit schenken kann als alle Theorien.
Bis zu seinem Tod im Jahr 2015 hat der große Filmregisseur Helmut Dietl an seiner Autobiografie gearbeitet. Das Ergebnis ist ein Buch, mit dem Helmut Dietl uns noch einmal überrascht – als exzellenter Schriftsteller.
Brillant und auf genau die hintergründig-komische Art, die wir von ihm als Regisseur von »Kir Royal« oder »Rossini« kennen, erzählt Helmut Dietl hier über seine bayerisch-münchnerische Kindheit und seine Aufbrüche ins Leben. Da sind die Großväter, der eine Kommunist und KZ-Häftling, der andere Stummfilmstar. Da sind die sich ewig bekämpfenden Großmütter. Ein undurchsichtiger Vater und eine tapfere Mutter, die sich für ihren Sohn aufopfert. Wir erleben ein Feuerwerk von Liebes-, Trennungs- und Reisegeschichten, seine turbulente Zeit bei den Feldjägern und die ersten Schritte in die Welt des Films an der Seite schillernder Figuren wie Elfie Pertramer oder Walter Sedlmayr.
Vor allem aber ist dies eine Hommage an all die Frauen, die Helmut Dietl bereits als junger Mann verzaubert haben. Schon früh wird hier sichtbar, was Helmut Dietl sein ganzes Leben war: ein Mann, der die Frauen liebte. Selten sind die spießigen Fünfziger- und Sechzigerjahre und die frühen Gegenwelten der Schwabinger Boheme so
komisch und unterhaltsam geschildert worden wie in diesem Buch, das von seiner Frau Tamara Dietl herausgegeben wurde.
16 Jahre trug Angela Merkel die Regierungsverantwortung für Deutschland, führte das Land durch zahlreiche Krisen und prägte mit ihrem Handeln und ihrer Haltung die deutsche und internationale Politik und Gesellschaft. Doch natürlich wurde Angela Merkel nicht als Kanzlerin geboren. In ihren gemeinsam mit ihrer langjährigen politischen Beraterin Beate Baumann verfassten Erinnerungen schaut sie zurück auf ihr Leben in zwei deutschen Staaten – 35 Jahre in der DDR, 35 Jahre im wiedervereinigten Deutschland. Persönlich wie nie zuvor erzählt sie von ihrer Kindheit, Jugend und ihrem Studium in der DDR und dem dramatischen Jahr 1989, in dem die Mauer fiel und ihr politisches Leben begann. Sie lässt uns teilhaben an ihren Treffen und Gesprächen mit den Mächtigsten der Welt und erhellt anhand bedeutender nationaler, europäischer und internationaler Wendepunkte anschaulich und präzise, wie Entscheidungen getroffen wurden, die unsere Zeit prägen. Ihr Buch bietet einen einzigartigen Einblick in das Innere der Macht – und ist ein entschiedenes Plädoyer für die Freiheit.
Die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostern ist für die Kirche eine Zeit des Fastens. Papst Benedikt XVI. zeigt die Tiefendimension dieser vierzig Tage der Vorbereitung auf das höchste Fest der Christenheit, das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Der Heilige Vater bietet den Gläubigen die Begleitung der Kirche durch die Fastenzeit an, eine Formung des Gewissens und eine Wiederentdeckung der Symbolik und der Sinnlichkeit des sakramentalen Lebens.
„Zu Beginn der Fastenzeit, die ja ein Weg vertieften geistlichen Tuns ist, empfiehlt uns die Liturgie drei Bußpraktiken, die der biblischen und christlichen Tradition sehr wichtig sind – das Gebet, das Almosengeben und das Fasten. Sie dienen der inneren Vorbereitung, damit das Osterfest besser begangen und so die Macht Gottes erfahren werden kann.“
WAS KANN DAS 21. JAHRHUNDERT EIGENTLICH VON GLÄUBIGEN MENSCHEN LERNEN?
Über sein Buch schreibt der Autor folgendes:
Ich bin katholisch. In meiner Kindheit war das eine Selbstverständlichkeit. Heute muss ich mich dafür rechtfertigen, ja manchmal komme ich mir vor wie ein Tier, das im Zoo angegafft wird: Wie kann man im 21. Jahrhundert an Gott glauben? Und wie kann man immer noch in der Kirche sein – nach allem, was ans Licht gekommen ist? Es ist tatsächlich so, dass ich in meinem Viertel (gentrifiziert), meiner Branche (Medien) und meinem Job (linksliberale Zeitung) von Menschen umringt bin, die, wenn es um den Glauben geht, oft nur noch an Missbrauch und Vertuschung denken.
Leider haben viele von ihnen keine Ahnung davon, was das bedeutet: Christ sein. Sie kritisieren etwas, das sie nie kennen gelernt haben, und vergessen, worauf es ankommt: den Halt, den Trost, die Hoffnung. Glaube ist mehr als Schlagwörter (Zölibat, Missbrauch, Frauenpriestertum), mehr als eine Kirche, mit der ich auch hadere, auch mehr als eine Auszeit vom stressigen Alltag. Gläubige Menschen suchen keine Befriedigung, sondern Erlösung, nicht zuletzt von einer Welt, die aus den Fugen geraten scheint, zerrissen zwischen Zukunftsängsten und (gespenstischen) technologischen Visionen.
Ständig wird gefordert, dass sich die Kirche verändern muss, um im 21. Jahrhundert anzukommen. Ich drehe die Frage um: Was kann das 21. Jahrhundert eigentlich von gläubigen Menschen lernen? Welche vermeintlich aus der Zeit gefallenen Rituale können die spätmoderne Gesellschaft von ihrer Atemlosigkeit erlösen? Denn eines ist offensichtlich: Der Mensch, der sich von Gott verabschiedet hat, findet nicht, was er sucht. Die große Freiheit stellt sich nicht ein. Stattdessen: neue Zwänge, neue Ängste, Ablenkung statt Trost, weil Google jede Frage beantworten kann, nur nicht die, wozu wir leben und was uns Halt gibt. Im Moment sind viele verunsichert, suchen Orientierung, etwas, woran sie sich festhalten können, aber: da ist nichts.
Ich bin ein mittelmäßiger Christ, ganz sicher sind viele, die nicht an Gott glauben, bessere Menschen als ich. Aber ich versuche jeden Tag mit großer Ernsthaftigkeit, Gott zu gefallen – es gelingt halt nicht immer. Und deshalb erzählt dieses Buch davon, wie der Glaube mein Leben nicht nur verschönert, sondern vertieft, wie ich ein „zeitgemäßes Leben“ mit einem vermeintlich „unzeitgemäßen Glauben“ verbinde, weil Freiheit eine grandiose Sache ist, man aber schon eine Idee haben sollte, was man mit ihr anstellen will. Ich glaube, dass der moderne Mensch darunter leidet, dass er seinen Glauben verloren hat, ohne dass er es merkt. Ich glaube, dass sein Glück in falschen Dingen und an falschen Orten sucht. Ich glaube, dass er Sehnsucht nach etwas hat, das er sich nicht erklären kann. Was das sein könnte, steht in diesem Buch.
"Die Tagespost" über "Unter Heiden":
"Tobias Haberl, Bestseller-Autor und Redakteur beim „Süddeutsche Zeitung Magazin“ hat ein neues Buch geschrieben. In „Unter Heiden – Warum ich trotzdem Christ bleibe“ – erzählt Haberl, wie es ist, als Katholik in einem Umfeld zu arbeiten und zu leben, in dem Gott keine Rolle mehr spielt. Das meisterhaft geschriebene Buch, das schon rein sprachlich betrachtet, einen Leckerbissen für literarische Feinschmecker darstellen dürfte, basiert auf einem gleichnamigen Essay, für den Haberl im vergangenen Jahr mit dem „Reporterpreis“ ausgezeichnet wurde."
Seit 1997 Benediktinermönch in der Erzabtei St. Ottilien (Bayern). Wurde dort 2004 zum Priester geweiht. Bisherige Tätigkeitsfelder: Seelsorger, Klosterbibliothekar, Webmaster, Mitarbeiter im Antiquariat und der Klostermetzgerei, Tischdiener, Mitglied des Geheimen Rates. Mich interessieren besonders: Gott, die Musik Richard Wagners, gute Zigarren und Pfeife rauchen, Rosen, Tee sowie lesenswerte Bücher (genau in dieser Reihenfolge).
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„Wohin auch immer das führen wird“
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Times are a changin!
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Weihnachten 2017
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