Dienstag, 16. Juni 2026

Von Schlümpfen und Heldentenören - Mein Wagner Erstkontakt

“Wer zu Richard Wagner geht, kommt bei ihm um. Auf rätselhafte Weise macht seine Kunst viele Konsumenten bereits beim Erstkontakt süchtig. Danach gibt es kaum Möglichkeiten des Schutzes oder der Immunisierung.” - So sieht es Wolfram Goertz in einem 2013 erschienenen Artikel in der “Zeit” zum 200. Geburtstag des Meisters. Und er hat recht. So weit ich mich erinnern kann, fand mein Erstkontakt mit 13 oder 14 Jahren statt. Meine Mutter sagte mir einmal, dass ich ungefähr zu dieser Zeit anfing, mir anstatt Schlümpfe für meinen Setzkasten, lieber Langspielplatten mit klassischer Musik zu wünschen. Unter diesen ersten Schallplatten war ein Doppelalbum des spanischen Startenors Placido Domingos, den ich zuvor nur aus dem Radio kannte und dessen Stimme mich begeisterte. Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass noch bevor ich Wagnerianer wurde, ich ein großer Domingo-Fan war (und es bis heute noch bin): Domingo ist - zusammen mit Fritz Wunderlich - einfach “der Größte”. 

Auf diesem Doppelalbum war nun auch ein Ausschnitt aus Wagners “Meistersinger von Nürnberg”, Walter von Stolzings Preislied “Morgenlich leuchtend” aus dem 3. Akt. Hier können Sie es anhören:

   

Dieses Preislied war also mein “Wagner Erstkontakt”. Und ich war begeistert und hörte mir diese Stelle wieder und wieder an. Ich war “infiziert” und begann mich in unserer Stadtbücherei ausführlicher über das Leben und Werk Richard Wagners zu informieren. Und natürlich wollte ich nun unbedingt mehr hören, eine ganze Wagner Oper oder besser noch, gleich Wagners monumentalen Vierteiler, den “Ring des Nibelungen”. So sammelte ich mein Taschengeld für dieses LP-Grossprojekt und schlug dann zu: Karl Böhms legendärer Bayreuther “Ring” aus dem Jahr 1966. 15 Stunden Wagner nonstop! Denn bei Wagner wird nichts im Kleinformat vorgeführt, seine Opern sind ganz großes Kino.

Wagner war kein Nostalgiker, sondern leidenschaftlicher Revolutionär, der sich mit den bestehenden Verhältnissen überhaupt nicht abfinden wollte. Bei genauerer Betrachtung ist der "Ring" auch keine verklärende Germanen-Sage. Vielmehr ging es um Gesellschaftskritik in archaischem Gewand. Text, Bild und Musik sollten zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen und die Handlung zum Menschheitsgleichnis werden. Es geht um den Gegensatz von Geld und Liebe und die zerstörerische Kraft des Machtstrebens. - 

Aber in diesem Beitrag soll es darum gehen, wie Wagners Musik mir zum unverzichtbaren Alltagsbegleiter wurde. Und nichts eignet sich besser als "Einstiegsdroge", als das Vorspiel zu "Das Rheingold", dem ersten Teil des Opernvierteilers. Hören wir also die ersten 4 Minuten (bei gefallen auch länger) des "Rings" in der bereits angesprochenen Bayreuther Einspielung unter Karl Böhm, meiner ersten Wagner-Gesamtaufnahme auf LP:

   

Im Wasser beginnt alles Leben und endet auch dort am Ende der "Götterdämmerung". Im berühmten 136 Takte dauernden Vorspiel, in dem sich die Keimzelle allen Werdens, als „Es“ in den Kontrabässen allmählich aus dem Urschlamm herauslöst, lässt Wagner den Klang wie aus dem Nichts entstehen. Zum „Es“ intonieren die Fagotte in völliger Ruhe, es regt sich „Leben und Weben“, dann kommen die Hörner dazu, die in weichen Piano-Linien, übergangslos in aufsteigenden Hornquinten das „Werde-Motiv“ bilden. So entsteht nach und nach der vollständige Es-Dur Akkord, die Streicher gehen in eine immer bewegtere Wellenbewegung über, die im jubelnden lautmalerischen Gesang der Rheintöchter gipfelt.

Das ist pure Klangmagie: Musik aus dem Nichts. 

Etwas vergleichbares hatte ich zuvor noch nie gehört. Und auch heute bekomme ich - wie damals - noch immer eine "Gänsehaut", wenn ich das Rheingold-Vorspiel live im Opernhaus (besonders in Bayreuth) oder auf Tonträgern höre. 

So begann "Wagners einzigartiges Werk, in dem sich Mythos und Modernität, Klangmagie und Seelenzauber, Verführungskraft und Menschlichkeit zu einem Netz verknüpfen, das unsere ganze Seele gefangen nimmt" (Dieter Borchmeyer), mein Leben für immer zu verändern.

Freitag, 12. Juni 2026

150 Jahre Bayreuther Festspiele: "Zum Raum wird hier die Zeit"

 

Der Meister hatte es vollbracht. Richard Wagner hatte die Bühne bereitet für sein großes Welttheater, in dem Mythen in Musik, Text und Handlung die grundlegenden Fragen der Menschheit verhandeln. Der Ort, an dem dieses Festspielhaus steht, ist schon lange selbst zum Mythos geworden: der grüne Hügel des oberfränkischen Städtchens Bayreuth. Weil das ursprünglich für die Festspiele vorgesehene, barocke Markgräfliche Opernhaus sich rasch als viel zu klein für Richard Wagners singende Götter, reitende Walküren, tauchende Rheintöchter, brüllende Drachen und verzehrende Weltenbrände erwies, erbaute er ein eigenes Theater, eine "Scheune" zwischen Rübenäckern und Krautfeldern, einzig dazu bestimmt, seine Werke dort aufzuführen. 

Seit 1876 bestimmen hier die Wagners die Geschicke der Bayreuther Festspiele, vom Meister damals bis zur Urenkelin heute. Eine Erfolgsgeschichte, die sich unentwegt über 150 Jahre erstreckt? Keineswegs. Schon die allersten Festspiele waren nicht nur finanziell ein Desaster. Auch künstlerisch hielt Richard Wagner selbst sie für völlig misslungen. Die Geschichte der Bayreuther Festspiele ist ein Spiegel deutscher Geschichte inklusive ihrer finstersten Schattenseiten wie der Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten. Nach dem Krieg stieg ein entrümpeltes Neu-Bayreuth auf und erlangte künstlerisch Weltbedeutung. Wartezeiten von bis zu zehn Jahren für eine Karte zu einer der Vorstellungen in Bayreuth waren lange keine Seltenheit. 

Doch heute steht die Festspielleitung vor großen Herausforderungen, wie die Kultur fast überall. Die Festspiele sind konfrontiert mit finanziellen Engpässen, hitzigen künstlerischen Diskussionen und strukturellen Herausforderungen. Bayreuth steht zwischen dem Wunsch nach gepflegter Tradition und dem Vorsatz avantgardistischer Innovation. Was daraus wird, wissen selbst die schicksalswebenden Nornen nicht. Werkstatt oder Ritual? Triumph oder Tragödie?

Donnerstag, 11. Juni 2026

Danke, gleichfalls!

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sonntag! - Danke, gleichfalls! Kaum etwas anderes ist so wie dieser Dialog am Ende der Messfeier geeignet, mit Banalität die gottesdienstliche Atmosphäre zu zerschlagen. Da sind die Gläubigen wieder draußen in ihrem Alltag, noch bevor ihnen Gottes Segen zugesprochen und sein Friede mit auf den Weg gegeben wurde. Was gut gemeint sein mag, ist buchstäblich zum Davonlaufen. Dieses persönliche Wort unterläuft den dann folgenden Segen und Friedenswunsch und nimmt ihnen ihre besondere Eigenart und Würde. Einen schönen Sonntag kann mirjeder wünschen; Gottes Segen und seinen Frieden zuzusprechen ist die vornehme Aufgabe des Priesters. Genausoverkehrt wie der banale Sonntags-Wunsch ist die Praxis, im Messgewand auf dem Kirchplatz den Leuten die Hände zu schütteln. In diesem Fall wird etwas, dessen Funktion es ist, Sakralität zu signalisieren, nach draußen getragen und verliert damit seine Eigenart. Ähnliches wäre von so mancher Danksagung am Ende des Gottesdienstes - einschließlich Applaus - zu sagen. Freude über echte Hilfe zu einer vertieften Mitfeier der Liturgie darf an dieser Stelle sein - Höflichkeitsfloskeln an Vereine sind fehl am Platz. Es muss nicht immer eine in ihren Konsequenzen zu wenig bedachte Menschenfreundlichkeit sein, die zu unpassenden Vermischungen führt. 

Wenn etwa bei der Einführung eines Bischofs in seine neue Diözese an der für Vermeldungen vorgesehenen Stelle der Eucharistiefeier die üblichen Grußworte eingefügt werden, so dass die ganze Feier der Eucharistie erst eine Stunde später mit dem feierlichen bischöflichen Segen schließt, dann zeigt sich der Sinn einer klaren Unterscheidung deutlich. Ein anderes Mal würde der gleiche Bischof vermutlich zunächst die Eucharistiefeier mit seinem Segen zu ihrem Ende bringen, sich in der Sakristei der liturgischen Gewänder entledigen und dann wieder im Kirchenraum Platz nehmen, und nun könnten die verschiedenen Repräsentanten - nicht am Ambol - ihrer Rede freien Lauf lassen. Das entscheidende Kriterium ist in allen diesen Fällen: ist das, was gesagt oder getan wird, dazu hilfreich, dass hier und jetzt Gottes Dienst geschieht?, meint
Ihr Eduard Nagel

(Quelle: Gottesdienst, 22/2006)

Mittwoch, 10. Juni 2026

DIE WAGNERS UND BAYREUTH - EINE DEUTSCHE GESCHICHTE + WAGNERWAHN (2 DOKUS, 2013)

  

Alle Jahre wieder ziehen die Wagnerianer auf den Grünen Hügel und die Wagner-Festspiele in Bayreuth die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich. Die Festspiele sind ein millionenschweres Großunternehmen in Familienhand, das seit seiner Gründung durch Richard Wagner im Jahr 1876 zwei Weltkriege erlebt, fünf verschiedene politische Systeme vermeintlich unbeschadet überstanden, dem König und Adolf Hitler den Hof gemacht hat. 

Heute sind die Festspiele Bühne für große Kunst und für ein buntes Völkchen Prominenter aller Art. Nicht nur Wagners Musik hat Bayreuth eine Ausnahmestellung in der deutschen Kultur verschafft, sondern auch das Marketing-Gesamtkunstwerk: der abgelegene Ort, das Konzerthaus, das – vom "Meister" selbst konzipiert -, die Aura einer Weihestätte besitzt, die bedingungslosen Fans, der dunkle Klang deutscher Geschichte – und die knappen Karten. 

Die Dokumentation von Michael Strauven nimmt von heute aus betrachtet die Geschichte Bayreuths genau und nüchtern in den Blick. Kenner und Insider Bayreuths äußern sich im Interview zu ihrer Sicht auf die Familie, auf den Mythos und die Geschichte des Ortes, und geben ihre Einschätzung, was Bayreuth heute ist und in Zukunft sein wird. Was Bayreuths Magie ausmacht und wie man mit der eigenen Vergangenheit umgeht, wird mit prominenten Künstlern und bekannten Persönlichkeiten besprochen. Zu Wort kommen Nike, Daphne und Gottfried Wagner, Jürgen Flimm, René Kollo, Anja Silja, Hans Neuenfels, Michel Friedman, Christian Thielemann, Patrice Chéreau, Jonathan Meese, Hannes Heer u.a.

+ WAGNERWAHN

"Wagnerwahn" verbindet historische Fakten dokumentativer Natur mit filmischen Bildern. Inhaltlich konzentriert sich der Regisseur auf Wagners Leben mit seiner zweiten Frau Cosima und deren enge Verbundenheit. Im Stil eines Kriminalfilms soll die Figur Wagner entmystifiziert werden. Mit Hilfe von Animationen wird die Aktenlage illustriert, in aufwendigen Spielszenen wird die Geschichte von Richard und Cosima Wagner (Samuel Finzi und Pegah Ferydoni) inszeniert. Die Dialoge entstammen sowohl aus Wagners Briefen, als auch Cosimas Tagebüchern.

Montag, 8. Juni 2026

Was ein Mönch so hört (20) - Das Beste vom Besten: Furtwänglers Wagner

 

Diese mitreißende Sammlung bestätigt Furtwängler einmal mehr als den tiefgründigsten und überzeugendsten aller Wagner-Dirigenten. Wie traurig, ja fast tragisch, dass er nicht einige Jahre länger lebte, um die Vorteile der Stereotechnik zu nutzen und seine EMI-Studioaufnahme des Rings mit den Wiener Philharmonikern oder dem Philharmonia Orchestra zu vollenden. Orchester, die, wie diese Aufnahme beweist, beide in der Lage waren, die großen Visionen des Dirigenten vollends umzusetzen.

Jede dieser Interpretationen ist etwas Besonderes, die meisten davon waren viel zu lange nicht erhältlich. Besonders interessant sind die Ouvertüren und das Vorspiel zu den frühen Werken des Komponisten, da es sich um Opern handelt, mit denen der Dirigent nicht so eng verbunden war wie mit den späteren. Das Wort „Schwung“ beschreibt treffend die Interpretationen der Holländer- und Tannhäuser-Ouvertüren. Hinzu kommt Furtwänglers unvergleichliches Talent, disparate Motive zu einer einzigen, überzeugenden Einheit zu verbinden. Beide Werke sind hervorragend gespielt und von mehr als zufriedenstellender Aufnahmequalität. Das Lohengrin-Vorspiel, aus einer der letzten Aufnahmesitzungen des Dirigenten, klingt sogar noch besser und profitiert vom transparenten Klang der Wiener Philharmoniker. 

Die Ausschnitte aus Tristan und Parsifal stammen aus der Vorkriegszeit und gehen auf die berühmten Aufnahmesitzungen von 1938 mit den Berliner Philharmonikern zurück. Furtwänglers absolut fesselnde Interpretationen der beiden Vorspiele steht in ihren visionären, erhabenen Passagen denen von Knappertsbusch in nichts nach. Während Furtwänglers Parsifal von grandioser Eloquenz zeugt, ist seine Ouvertüre zu den Meistersingern erhebend und lebensbejahend, mit schwebenden Streichern und majestätischem Blech – ein weiterer Beweis dafür, wie er auf den spezifischen Klang jedes einzelnen Werkes einging. Niemand hat die Andeutungen von Sachs' Charakter im Vorspiel zum 3. Akt je tiefer ergründet. 

Schließlich - nach einem fulminanten Walkürenritt - hören wir aus der Götterdämmerung die ergreifenden, letztlich tragischen Aufnahmen des Vorspiels, der Rheinfahrt und des Trauermarsches,  sowie Flagstads grandiose Interpretation der Schlussszene. Wer hat seither den Gesangspart mit Flagstads Weite und Majestät besser gestaltet? Das Nachspiel zeigt Furtwängler in Höchstform und die Streicher und Blechbläser des Philharmonia Orchestra, spektakulär aufgenommen, in Bestform. 

Mit etwas Fantasie lässt sich die einzigartige Pracht dieser Interpretationen voll erfassen: Das Beste vom Besten!

Sonntag, 7. Juni 2026

Tischlesung - Patriot: Meine Geschichte von Alexej Nawalny

Die eindringliche und bewegende Autobiographie eines furchtlosen Oppositionsführers, der den höchsten Preis für seine Überzeugungen zahlen musste. 

Nawalny begann mit der Arbeit an PATRIOT im Jahr 2020, kurz nach dem Giftanschlag auf ihn. Es ist die umfassende Geschichte seines Lebens: seine Jugend, seine Berufung zum Aktivisten, seine Ehe und Familie sowie sein Einsatz für Demokratie und Freiheit in Russland angesichts einer Supermacht, die ihn unbedingt zum Schweigen bringen will. PATRIOT zeigt Nawalnys absolute Überzeugung: Der Wandel ist nicht aufzuhalten. Er wird kommen. 

Anschaulich und mit spannenden Details, einschließlich bislang unveröffentlichter Aufzeichnungen aus dem Gefängnis, schildert Nawalny seinen politischen Werdegang, die zahlreichen Anschläge auf ihn und seine Vertrauten und die hartnäckigen Kampagnen, die er und sein Team gegen das zunehmend diktatorische Regime zu führen wagten. Nawalnys Witwe, Julija Nawalnaja, sagt: “Dieses Buch ist nicht nur das Zeugnis von Alexejs Leben, sondern auch von seinem standhaften Kampf gegen die Diktatur – ein Kampf, für den er alles gab, einschließlich sein Leben. Die Leser werden den Mann kennenlernen, den ich zutiefst geliebt habe – einen Mann von umfassender Integrität und unbeugsamem Mut. Seine Geschichte wird nicht nur sein Andenken ehren, sondern auch andere Menschen inspirieren, sich für das Richtige einzusetzen und nie die Werte aus den Augen zu verlieren, die wirklich zählen.”

Geschrieben mit der Leidenschaft, dem Esprit, der Aufrichtigkeit und dem Wagemut, für die er zu Recht bewundert wurde, ist PATRIOT Nawalnys Abschiedsbrief an die Welt: eine bewegende Darstellung seiner letzten Jahre, die er im brutalsten Gefängnis der Welt verbrachte, eine Mahnung, warum die Grundsätze der individuellen Freiheit so wichtig sind, und ein mitreißender Aufruf, das Werk fortzuführen, für das er sein Leben gab.

Dienstag, 2. Juni 2026

Die Verwandlung der Welt in Musik: Bayreuth vor der Premiere (Doku von W. Herzog, 1996)

 

Dieser Film entstand ursprünglich als Einführung zu einer Reihe von Opernübertragungen im deutschen Fernsehen. Er bietet einen intimen Einblick in die Abläufe und Vorbereitungen hinter den Kulissen der Bayreuther Festspiele, der jährlichen Feier der Opernwerke Richard Wagners. Im Mittelpunkt stehen Der Fliegende Holländer, Parsifal, Tristan und Isolde und Lohengrin. Auf Herzogs offizieller Website wird Die Verwandlung der Welt in Musik als „persönliches Porträt und Blick hinter die Kulissen der Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth und die Geheimnisse der Oper“ beschrieben.

Montag, 1. Juni 2026

Zu schlau für Gott? Wie ein Skeptiker mit 49 katholisch wurde

 

Wie ein Hochschulprofessor nach zehn Jahren studieren und nachdenken am Ende von Gott im Gebet berührt wurde. In der Sendung erzählt Riccardo Wagner wie sein Weg in einer typisch ostdeutsch-atheistischen Umgebung begann. Über Jahrzehnte blickte er abwertend auf das Christentum und suchte Antworten auf die großen Fragen des Lebens in säkularer Philosophie und östlicher Spiritualität. Bis Gott ihn beim Namen gerufen hat und er mit beinahe 50 Jahren in der Osternacht 2024 getauft und gefirmt wurde und er damit doch einer dieser Christen wurde, zu denen er nie gehören wollte.