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Freitag, 16. Oktober 2026

Eine neue Blütezeit

Der Heilige Rosenkranz ist keine fromme Übung, die in die Vergangenheit verbannt wurde, wie Gebete vergangener Zeiten, an die man sich nostalgisch erinnert. Vielmehr erlebt der Rosenkranz eine neue Blütezeit. Zweifellos ist er eines der beredtesten Zeichen der Liebe, die die junge Generation zu Jesus und seiner Mutter Maria hegt. In der heutigen, so zersplitterten Welt hilft dieses Gebet, Christus in den Mittelpunkt zu rücken, so wie es die Jungfrau Maria tat, die über alles nachdachte, was über ihren Sohn gesagt wurde, und auch über sein Tun und Reden. Beim Rosenkranzgebet werden die wichtigen und bedeutsamen Momente der Heilsgeschichte neu erlebt. Die verschiedenen Stationen von Christi Wirken werden nachgezeichnet. Mit Maria richtet sich das Herz auf das Geheimnis Jesu. Christus rückt in den Mittelpunkt unseres Lebens, unserer Zeit, unserer Stadt durch die Betrachtung und Meditation seiner heiligen Geheimnisse der Freude, des Lichts, des Leids und der Herrlichkeit. Möge Maria uns helfen, die Gnade dieser Geheimnisse in uns aufzunehmen, damit wir durch sie die Gesellschaft durchdringen können, angefangen bei unseren täglichen Beziehungen, und sie von so vielen negativen Einflüssen reinigen und sie so für die Neuheit Gottes öffnen. Der Rosenkranz, wenn er aufrichtig gebetet wird, nicht mechanisch und oberflächlich, sondern tiefgründig, bringt tatsächlich Frieden und Versöhnung. Er birgt die heilende Kraft des Allerheiligsten Namens Jesu in sich, der mit Glauben und Liebe im Zentrum jedes „Gegrüßet seist du, Maria“ angerufen wird. 

Papst Benedikt XVI., Basilika Santa Maria Maggiore, 3. Mai 2008

Freitag, 17. Oktober 2025

Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle

Fatima: Gebete auf Empfehlung Marias 

Fatima ‐ "Betet viel!", lautete der Auftrag des Engels, den die Hirtenkinder in Fatima sahen. Die Muttergottes offenbarte ihnen nicht nur die bekannten drei Geheimnisse. Die Seher lernten außerdem fünf Gebete. 

Noch bevor die Marienerscheinungen in Fatima am 13. Mai 1917 begannen, soll den drei Sehern im Jahr 1916 ein Engel erschienen sein. Dieser habe sich selbst als "Engel des Friedens" und als Schutzengel Portugals bezeichnet, so berichteten die Hirtenkinder Lucia dos Santos, Jacinta und Francisco Marto später. "Betet viel!", lautete der Auftrag des Engels. Dreimal erschien er ihnen – gewissermaßen als Vorbereitung auf das Kommen der Muttergottes ein Jahr später – und lehrte sie dabei auch zwei neue Gebete. Als Maria sich den Seherkindern selbst offenbarte, empfahl sie ihnen nicht nur, eifrig den Rosenkranz zu beten, sondern vertraute ihnen drei weitere Gebete an. Katholisch.de stellt diese Gebete vor. 

Die Gebete Marias 

Am bekanntesten dürfte das sogenannte "Fatima-Gebet" sein. Während ihrer dritten Erscheinung am 13. Juli 1917 trug die Gottesmutter den Kindern auf, es nach jedem Gesätz des Rosenkranzes zu beten. Vielerorts ist das in die Praxis übergegangen; das Buß- und Bittgebet ist allerdings kein verbindlicher Bestandteil des Rosenkranzes: 

"O mein Jesus, verzeih' uns unsere Sünden. Bewahre uns vor dem Feuer der Hölle. Führe alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen. Amen." 

Ebenfalls bei der dritten Erscheinung lehrte Maria die Hirtenkinder das "Opfergebet". "Opfert euch auf für die Sünder", forderte die Gottesmutter und gab ihnen dafür folgende Worte an die Hand: 

"O Jesus, ich bete aus Liebe zu Dir, für die Bekehrung der Sünder und zur Sühne der Sünden gegen das Unbefleckte Herz Mariens." 

Bereits bei ihrer ersten Erscheinung hatte Maria den Seherkindern prophezeit: "Ihr werdet viel zu leiden haben, aber die Gnade Gottes wird euer Trost sein." Plötzlich strahlte überall um sie herum ein helles Licht auf, wie Lucia dos Santos später berichtete. Die drei Kinder hätten sich auf die Knie geworfen und wie von selbst gemeinsam das sogenannte "Eucharistische Gebet" gesprochen: 

"Allerheiligste Dreifaltigkeit, ich bete Dich an! Mein Gott, mein Gott, ich liebe Dich im Allerheiligsten Sakrament."