Montag, 27. April 2009

Judenmission: Gott ist kein Bigamist

Dürfen Christen unter den Juden Mission treiben? Oder dafür beten, dass sie sich zu Christus bekehren? In einer Broschüre (die den Titel trägt: „Nein zur Judenmission - Ja zum Dialog zwischen Juden und Christen“) wendet sich das Zentralkomitee der deutschen Katholiken gegen die Judenmission. In einem wirklich lesenswerten Artikel der FAZ widerspricht der Philosoph Robert Spaemann dieser Ansicht.

20. April 2009 „Komm, wir gehen für unser Volk“ sind die letzten überlieferten Worte der Philosophin und Karmeliternonne Edith Stein zu ihrer Schwester Rosa, als die beiden in Holland zum Transport nach Auschwitz abgeholt wurden. Das Wort wurde seither oft zitiert, aber in der Regel ohne Kenntnis, was das „für“ eigentlich meinte. Was es meinte, erfährt man aus dem Testament Edith Steins von 1939. Ihren gewaltsamen Tod vorausahnend, schreibt sie, sie gebe ihr Leben „zur Sühne für den Unglauben des jüdischen Volkes“.

Dazu muss man wissen, dass für Edith Stein die Konversion zum Christentum zugleich die Wiederentdeckung ihrer Zugehörigkeit zum jüdischen Volk und eine tiefe Solidarisierung mit diesem bedeutete. Das Bekenntnis zu Jesus Christus war für sie (ebenso wie später für den nachmaligen Erzbischof von Paris, Kardinal Lustiger) die Erfüllung der jüdischen Bestimmung.

Alles falsch - erklärt uns nun, einige Jahre nach Kardinal Lehmann, das Zentralkomitee der deutschen Katholiken in einer Broschüre, die den Titel trägt: „Nein zur Judenmission - Ja zum Dialog zwischen Juden und Christen“. Kardinal Lehmann wollte die beiden genannten großen Gestalten christlicher Juden noch als Ausnahmen gelten lassen, während der normale Heilsweg der Juden (im Unterschied zu dem aller übrigen Menschen) nicht über Jesus gehe. Das ZdK geht den Weg konsequent zu Ende. Es gibt also danach nicht mehr, wie es die Apostel und mit ihnen die ganze christliche Tradition sahen, das eine Bundesvolk Israel, das sich in Christus nun für alle Völker öffnet und zur „Kirche aus Juden und Heiden“ wird.

Christliches Gebet für die Juden?

Die Kirche braucht angeblich die Juden nicht mehr. Sie ist zur Heidenkirche geworden und soll nun nichts anderes mehr sein wollen. Verschwinden muss nicht nur „Judenmission“, was immer das heißen mag, die Christen müssen auch aufhören, den Juden im Gebet das Beste zu erbitten, was jeder Christ seinem Nächsten erbitten kann: die Erkenntnis Jesu als seines Erlösers. Juden brauchen keinen Erlöser, lesen wir in der Broschüre. Das muss also wohl heißen, dass sie den „Gottesknecht“ des Propheten Jesaja an die Christen abgetreten haben, die ihre Deutung des Todes Jesu als eines erlösenden Sühnetodes vor allem dem Gottesknechtlied des Jesaja verdanken, das sie an jedem Karfreitag lesen und in dem es heißt: „Fürwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. Er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünden willen zerschlagen, . . . auf dass wir Frieden hätten. Und durch seine Wunden sind wir geheilt.“

Man muss den Anlass zu der Broschüre verstehen. Im Jahre 1989, als Reaktion auf die illegalen Priesterweihen des Erzbischofs Lefebvre und das damals entstandene Schisma, ersuchte Papst Johannes Paul II. die Bischöfe der Welt um großherziges Entgegenkommen gegenüber den Gläubigen, die um die Feier der Messe in der Form des Missale von Papst Johannes XXIII. aus dem Jahr 1962 baten. Diese „alte Messe“ enthielt am Karfreitag im Rahmen der großen Fürbitten auch ein Gebet für die Juden, an dem Johannes XXIII. nur eine kleine Korrektur vorgenommen hatte: Aus der Aufforderung, für die „untreuen Juden“ zu beten, wurde das Wort „untreu“ gestrichen. Das Gebet selbst blieb unverändert. Es enthält die (paulinische) Bitte um Wegnahme des „Schleiers von ihrem Herzen“, der sie hindert, in Jesus ihren Messias und Erlöser zu erkennen.

In Korrektur: die „alte Messe“

Man kann aus dem Text des Gebetes einen gewissen diskriminierenden Ton heraushören. Johannes Paul II. sah dennoch bei der Wiederzulassung der alten Messe keinen Grund, den Text zu ändern. Erst Benedikt XVI. ging in der Liberalisierung einen Schritt weiter und gab den Gläubigen einen Rechtsanspruch auf die Feier in der „außerordentlichen Form“. In diesem Zusammenhang formulierte er die Fürbitte für die Juden neu. Sie ist nun in einem brüderlichen Ton gehalten: „Lasst uns auch beten für die Juden, dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als Retter aller Menschen erkennen.“ Die Formulierung macht die eschatologische Dimension der Bitte deutlich: Nach Paulus wird Gott sie spätestens erhören, wenn „die Fülle der zur Bekehrung berufenen Heiden (der Völker)“ eingetreten ist.

Dass ausgerechnet diese ganz und gar israelfreundliche Korrektur eine breite publizistische Kritik auslöste, der sich sogar der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und - natürlich - das Zentralkomitee der deutschen Katholiken anschloss, ist schwer begreiflich. Gegen Johannes XXIII. und gegen Johannes Paul II. wurde eine solche Kritik wegen ihres Festhaltens am früheren Text nie erhoben. Was die Kritiker nun fordern, ist die Ersetzung des Gebetes in der „alten Messe“ durch das Fürbittgebet der neuen Liturgie Pauls VI. - und zwar deshalb, weil in diesem Gebet der Name Jesus gar nicht mehr vorkommt. Das soll den Text auch für Juden akzeptabel machen, an die doch diese Bitte gar nicht gerichtet ist und die für sie auch nicht verantwortlich sind.

Dass es absurd ist, Papst Benedikt XVI. dieses Gebet vorzuwerfen, schrieb bereits vor einem Jahr der hochangesehene New Yorker Rabbiner Jacob Neusner, der darauf hinwies, dass doch die Juden selbst in ihrer Liturgie täglich für die Bekehrung aller Nichtjuden beten. „So wenig wie das Christentum und der Islam Anstoß am israelitischen Gebet nehmen, sollte auch das heilige Israel keinen Einwand gegen das katholische Gebet erheben. Beide Gebete . . . erfassen die Logik des Monotheismus und seine eschatologische Hoffnung.“

Dialog oder Mission?

Die Thesen der von Juden und Christen gemeinsam verfassten Broschüre sind, kurz gefasst, folgende. Erstens: Die Karfreitagsbitte legt es nahe, dass die Kirche „Judenmission“ für möglich hält, wie sie heute zum Beispiel von den „messianischen Juden“ in Israel praktiziert wird. Zweitens: Versuche, Juden von der Messianität Jesu zu überzeugen, sind zu missbilligen. Es gibt keinen Auftrag Jesu, Juden zum Glauben an ihn und zur Taufe zu bewegen. Drittens: Es gibt eine mit anderen interreligiösen Beziehungen unvergleichbare Beziehung zwischen Christentum und Judentum. Beide beruhen auf göttlicher Offenbarung. Bezüglich des Alten Testaments glauben das beide; bezüglich des Neuen nur die Christen selbst.

Viertens: Neben dem „Bundesvolk“ Israel gibt es nach christlichem Glauben ein zweites, das Volk Gottes aus den Völkern, das heißt den Nichtjuden. Der neue Bund ersetzt nicht den alten, sondern tritt als ein zweiter Bund neben diesen. Fünftens: Beide sind vollgültige, von Gott gewollte Heilswege. Für Juden gibt es keinen Grund, an Jesus zu glauben und sich taufen zu lassen. Sechstens: Die Vereinigung beider Wege mag, wie Paulus denkt, am Ende der Zeiten geschehen. Bis dahin sollen sie getrennt bleiben. Die Erwartung von Christen, dass Juden schon heute Jesus als den Christus, das heißt den Messias anerkennen, würde „die Basis für den katholisch-jüdischen Dialog zerstören“. Siebtens: Dialog zwischen Juden und Christen soll stattfinden. Christen sollen in diesem Dialog ihren Glauben bezeugen, aber ohne den Partner von der Wahrheit dieses Glaubens überzeugen zu wollen, denn das wäre „Mission“ und deshalb verwerflich.

Nur ein Volk Gottes

Man muss sich klarmachen, dass die Annahme der meisten dieser Thesen einen Bruch mit dem Selbstverständnis der Kirche seit den Tagen der Apostel bedeuten würde. Ich für meinen Teil könnte dieser Kirche nicht mehr angehören. Denn seit dem sogenannten Apostelkonzil versteht sich die Kirche als Kirche aus Juden und Heiden seit Jesus, wie Paulus schreibt, durch sein Kreuz den Zaun zwischen Juden und Heiden niedergerissen hat. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass mit dem Verschwinden des Judenchristentums als eigener Gruppe in der Kirche unter dem Druck von Byzanz und dem Islam die christliche Kirche phänotypisch zur Heidenkirche geworden ist.

Das ist aber für Christen nicht, wie die Broschüre suggeriert, ein Idealzustand. Die israelischen Judenchristen dringen auf eine Wiederherstellung der „ecclesia ex circumcisione“. Das Zweite Vatikanische Konzil, so heißt es in der Broschüre, „bekennt . . ., dass die Kirche mit dem Stamm Abrahams geistlich verbunden“ ist. Die katholische Liturgie (sowohl in der alten wie in der neuen Form) geht aber weit darüber hinaus. Sie spricht nicht von Verbundenheit, sondern von Identität. In der Osternacht, der Taufnacht, spricht sie davon, dass in dieser Nacht Gott „unsere Väter, die Kinder Israels“, trockenen Fußes durch das Rote Meer geführt hat. Sie dankt Gott, dass er durch die Taufe „den Abraham zum Stammvater vieler Völker macht“, und wenn sie bittet, dass die Fülle der ganzen Welt Teil gewinne „an der Kindschaft Abrahams und an der Würde Israels“, dann wirkt das, was das Konzil hierzu zu sagen hat, eher blass. Jedenfalls ist der Gedanke von zwei Bundesvölkern dem Neuen Testament vollkommen fremd. Es gibt nur das eine Volk Gottes, dessen „geborene Mitglieder“ die Juden und dessen adoptierte Mitglieder die Heiden sind.

Plätze für Juden freihalten

Dieses Volk Gottes wird von Paulus mit dem Ölbaum verglichen, dem die Heiden als wilde Schösslinge eingepfropft werden, während die Juden die „natürlichen Zweige“ sind, über die die Heidenchristen sich nicht erheben dürfen. Die Erklärung zitiert diese Stelle auch, aber ohne den Kontext. Paulus sieht nämlich in dem „Unglauben“ der Juden die historische Voraussetzung für die Berufung der Heiden und bezeichnet die nicht an Jesus glaubenden Juden als Zweige, die von dem einen Ölbaum ausgebrochen sind und so Platz für die neuen Zweige gemacht haben, die von derselben Wurzel getragen werden.

Auch die Sünden, die Gott zulässt, haben einen providentiellen Sinn. Nirgends aber ist davon die Rede, dass Gott einen zweiten Baum gepflanzt hat. Und wenn Paulus auch in der Verblendung der Juden ein providentielles Ereignis sieht, das bis ans Ende der Geschichte fortwirkt, so tut er doch alles, was er kann, „um wenigstens einige von ihnen zu retten“. Die große Rückkehr Israels erwartet die Kirche, wiederum Paulus folgend, erst für die Zeit der Wiederkunft Christi. Und indem sie für diese Rückkehr betet, betet sie, wie seit jeher, für die baldige Wiederkunft, deren Zeitpunkt wir ja nicht kennen. Unterdessen aber sollten eigentlich in jeder Kirche die vordersten Plätze am Sonntag für die Juden freigehalten werden.

Begründen und überzeugen

Sie sind, wie Papst Johannes XXIII. sagte, unser „älterer Bruder“, der, wie es im Gleichnis Jesu heißt, „immer beim Vater geblieben“ ist und nun ein Problem hat, weil der Vater zur Rückkehr des verlorenen Sohnes ein Festmahl veranstaltet. Trotz dringlicher Bitten des Vaters will er nicht daran teilnehmen. Das Festmahl ist aber erst wirklich gelungen, wenn er daran teilnimmt. Wenn der wiedergekehrte verlorene Sohn ihm sagen würde: „Du kannst ruhig bleiben, wo du bist, das Fest ist auch ohne dich ganz schön“, dann hätte ihn der Vater wohl nicht wieder aufgenommen. Der Gedanke, das Problem durch die Gründung einer zweiten Familie zu lösen, hat mit dem Neuen Testament nichts zu tun. Das Bundesvolk wird im Alten Testament auch als Braut dargestellt und Gott als eifersüchtiger Bräutigam. Die Braut soll nicht fremdgehen. Aber auch Gott ist kein Bigamist, dem es genügt, wenn die beiden Familien „im Gespräch sind“.

Die Broschüre will „Dialog ohne Mission“. Jeder soll seinen Glauben vor dem anderen bezeugen, ohne den anderen überzeugen zu wollen. Petrus dagegen fordert die Christen auf, nicht einen blinden Glauben zu bezeugen, sondern „jedermann Rechenschaft zu geben über den Grund unserer Hoffnung“. Ein Grund (eine „raison“) ist etwas nur, wenn es wirklich begründet. Und wenn jemand den Grund einsieht, dann heißt das, er hat ihn überzeugt. Der christliche Glaube hat seit jeher etwas mit Erkenntnis und mit Wahrheit zu tun. In dem letzten großen Gebet Jesu heißt es: „Das ist das ewige Leben, dass sie dich erkennen, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Christus.“

Zu wenig Auskunft

Zum allein wahren Gott müssen Juden nicht „bekehrt“ werden. Juden und Christen beten denselben Gott an, wenngleich Christus im Johannesevangelium sagt: „Ihr kennt ihn nicht, ich aber kenne ihn.“ Aber Christen glauben auch, dass Jesus der ist, „den du gesandt hast“, und dass, wenn Paulus schreibt, vor dem Namen Jesu müsse sich „jedes Knie beugen, im Himmel, auf Erden und unter der Erde“, er damit nicht jedes Knie, ausgenommen das der Juden, meinte. Universalistische Religionen sind in ihrem Wesen „missionarisch“. Sie würden sich aufgeben, wenn sie ihre Botschaft partikularisieren und damit relativieren würden. Auch das frühe Judentum war missionarisch und machte „Proselyten“, bis seine Mission zum Erliegen kam, in erster Linie aufgrund der christlichen „Schleuderkonkurrenz“ - durch die Aussicht, in den Gottesbund ohne Beschneidung und ohne das Gesetz (mit Ausnahme der Zehn Gebote) eintreten zu können.

Zum Kern des Christentums gehört der Glaube an die Auferstehung Jesu. Wenn Jesus nur „für uns“ auferstanden ist, dann heißt das: Er ist in Wirklichkeit eben nicht auferstanden. Es heißt, der Glaube glaubt nicht deshalb, weil es wahr ist; es ist nur wahr „für den Glauben“. Das ist gleichbedeutend mit der Meinung, es sei tatsächlich eben nicht wahr, sondern nur eine gläubige Fiktion.

Der Austausch zwischen Christen und Juden hat immer schon zu vertieften Einsichten beider Partner und zu gegenseitigem Lernen geführt (zu Zeiten Rosenzweigs und Bubers mehr übrigens als heute, weil der Relativismus noch nicht alles durchdrang). „Nicht glauben, was man glaubt“, so definierte Charles Péguy den „Modernismus“. Aber das ist ein Thema für sich, ebenso wie die Begriffe „Bund“, „Bundesvolk“, „Heil“ und „Heilsweg“, die in der Broschüre ständig vorausgesetzt werden, ohne dass der Versuch gemacht wird, über ihre Bedeutung näher Auskunft zu geben. Vielleicht ist es überhaupt nur das, woran die Broschüre krankt.

Dienstag, 21. April 2009

Wie wird man Mönch?

Vom 21. bis 24. April 2009 macht der on3-Sendebus vom Bayerischen Fernsehen Station in St. Ottilien. Eine Woche gibt's Live-Fernsehen vom Klostergelände. Thema heute: Leben im Kloster - Wie wird man Mönch?

Bruder Julius (28), Novize im Benediktinerkloster St. Ottilien, berichtet live am on3-Sendebus über sein Leben im Kloster.




MÖNCH WERDEN IN ST. OTTILIEN?

Donnerstag, 16. April 2009

Ad multos annos, Santissimo Padre!


(M)ein ganz persönlicher Geburtstags-
Glückwunsch an Benedikt XVI.

Gerade lese ich in >> Elsas Nacht(b)revier Ihre sehr persönliche (Bekehrungs-) Geschichte, in der der Hl. Vater eine entscheidende Rolle gespielt hat. - Beeindruckend!

Meine eigene "Berufungsgeschichte" hat ja auch etwas mit dem Hl. Vater zu tun, bereits vor einigen Jahren hatte ich dies in einer Predigt schon einmal angesprochen:

"... Noch eine kleine Geschichte am Ende: Mit 19 Jahren, kurz vor meinem Abitur (1987), wusste ich noch gar nicht was ich studieren wollte. Ich wusste nur, dass ich irgendetwas sinnvolles machen wollte. - Aber das möchte natürlich eigentlich jeder. - Ja, vielleicht Mathematik, Physik, Deutsch oder Geschichte, das waren meine Abiturfächer. Oder vielleicht doch lieber Elektrotechnik oder Informatik, wie viele meiner Mitschüler, die heute Handys, Kühlschränke, Kaffeemaschinen und andere nützliche Dinge entwickeln. –
Ich konnte mich einfach nicht durchringen. – Damals, als ich noch nicht Bibliothekar war, hatte ich noch viel Zeit zum Lesen. Da fiel mir plötzlich ein Buch in die Hand mit dem Titel: „Unsere Bischöfe“. - Insider kennen das Buch. – Und in diesem Buch fand ich auch eine Biographie von Papst Benedikt XVI. , damals noch Kardinal Ratzinger. Und dieser hatte schon damals den tollen Bischofswahlspruch
"COOPERATORES VERITATIS" („Mitarbeiter der Wahrheit“). – Das hat mich damals genau ins Herz getroffen. - Da habe ich sofort gewusst, was ich auch werden und woran ich "mitarbeiten" wollte. – Wenige Wochen später habe ich mich im Priesterseminar in Münster angemeldet...".

Und später (1998) als ich ins Kloster (Noviziat) eingetreten bin, warst Du dann ganz zufällig (?) da - gibt es überhaupt Zufälle im Leben? - und hast mir Deinen Segen für "meinen Weg mit dem Herrn" gegeben und mir Mut gemacht, diesen Weg zu gehen. (>> Foto).

Deshalb habe ich auch an Deinem 82. Geburtstag wirklich allen Grund, Dir aus ganzem Herzen zu danken: Danke Hl. Vater!

Wenn ich Dich immer wieder - mit soviel Liebe und Verstand - so vorbildlich "im Weinberg des Herrn" arbeiten sehe, gibt dies auch mir - mit 41, also genau der "Hälfte" an Jahren - immer wieder neue Kraft, Hoffnung und Zuversicht für den Auftrag und die Zukunft der Kirche Christi.

Und bleibe so, wie Du bist (etwas, was ich eigentlich nur ganz wenigen Menschen wünsche, die "Ihren Weg mit dem Herrn" gefunden haben):
Christus, den Menschen, der Liebe, der Kirche und Dir selbst, - oder mit einem einzigen Wort: der Wahrheit treu!

Danke für alles,
Gottes Kraft und Segen!

Ad multos annos!

Dein P. Siegfried.

__________
P. S.: So, - und jetzt schicke ich diesen Beitrag direkt per Email an den Hl. Vater ab. - Da der Hl. Vater ja laut "Spiegel, Küng & Co" im Vatikan ziemlich "einsam und allein" ist, wird er bestimmt sicherlich heute noch Zeit finden, meine Email zu lesen.

Sonntag, 12. April 2009

Ostern fällt (nicht) aus!

Bereits am Karfreitag bekam ich per Email dieses Foto mit der schrecklichen Nachricht: Ostern fällt aus!
(Bitte dieses Foto nicht den Kindern zeigen.)

DENKSTE! -

Denn dem katholischen (Kl)Osterhasen können auch "kleinere Jagdunfälle" nichts anhaben! - Schon nach drei Tagen ...  - Halleluja!

Ausgestattet mit einer Siegesfahne wurde er am Morgen des Ostersonntags im Klosterrefektorium (mit einem quasie "verklärtem" Leib)  wieder gesichtet, wie dieses Foto beweist, das auch Zweifler und Ungläubige überzeugen dürfte. (Dieses Foto den Kindern zeigen.)

Papst Benedikt XVI. verkündete heute Mittag in seiner traditionellen Osterbotschaft vor dem Segen „Urbi et Orbi“ unter anderem die folgenden Sätze:

"Die Auferstehung ist deshalb nicht eine Theorie, sondern eine von dem Menschen Jesus Christus durch sein „Pascha“, durch seinen „Übergang“ offenbarte geschichtliche Realität – ein Übergang, der einen „neuen Weg“ zwischen der Erde und dem Himmel eröffnet hat (vgl. Hebr 10,20). Es ist weder ein Mythos noch ein Traum, es ist weder eine Vision noch eine Utopie, es ist kein Märchen, sondern ein einmaliges und unwiederholbares Ereignis: Jesus von Nazareth, der Sohn Marias, der am Freitag bei Sonnenuntergang vom Kreuz abgenommen und begraben worden ist, hat siegreich das Grab verlassen."

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen:

FROHE UND GESEGNETE OSTERN!


Ihr
P. Siegfried


_________________
Anmerkung: Der "Osterhase" ist übrigens ein Sinnbild für Auferstehung und Wachsamkeit, da man früher meinte, der Hase schlafe nicht. Die naturwissenschaftliche Erklärung: Der Hase hat keine Augenlider, sondern schiebt zum Schlaf die Pupillen nach oben. Die alte Kirche erwartete wachend in der Nacht von Karsamstag zum Sonntag die Auferstehung, die sie "in heiligen Zeichen" feierte. Doch der Hase ist Zeichen für noch mehr: Fruchtbarkeit, Zeugungskraft und Lebensgier verbinden sich mit ihm. Die Alten verbanden daher mit dem Hasen auch den Wunsch, die Osterbotschaft möge sich - wie Meister Lampe - verbreiten und vermehren. 
Den (Kl)Osterhasen - ähnlich dem Osterlamm - ebenfalls mit einer Siegesfahne 
(die den besiegten Tod symbolisiert) auszustatten, ist natürlich (vom theologisch-dogmatischen Standpunkt aus gesehen) eher etwas "gewagt".

Mittwoch, 1. April 2009

Oh Maria, keep my data safe!


Wer hat ihn sich nicht schon oft gewünscht, den heiligen Beistand für die kostbarsten Daten? Endlich gibt es ihn, in Form der Maria USB!

In modernem Gewand ist sie erschienen um zu schützen und sicher aufzubewahren, was uns wichtig und wertvoll ist. Neben dem Computer leistet sie uns himmlischen Beistand, vor allem in Situationen in denen sonst nur noch beten hilft.

In einem kleinen Schrein aus Plexiglas kommt sie daher, würdevollen erhöht auf einem Sockel stehend, von einer transparenten Glocke schützend umhüllt. Wenn sie zur Arbeit schreitet, kann sie sich von beidem befreien. Mit dem Computer verbunden erwacht sie zum Leben, ihr rotes LED Herz fängt an zu schlagen - im Ruhezustand langsam, beim Verbinden oder Speichern von Daten schneller. In ihrem Heiligenschein trägt sie ihn eingraviert, ihren Auftrag : "Oh Maria, keep my data safe!"

Der Designer: Luis Eslava

Designer wollen die Welt formen und verbessern, Luis Eslava aber erforscht mit Vorliebe die Ironie dieser Aufgabe. 1976 in Valencia (Spanien) geboren, studierte er dort Produkt- und Grafikdesign und arbeitete für große spanische Firmen wie Camper, bevor er 2003 nach London zog um einen
Master am Royal College of Art zu machen. Dort wurde die Idee zur Maria USB geboren, die mittlerweile von ABR aus Barcelona produziert wird, einer jungen spanischen Firma, die mit ihrer außergewöhnlichen Autoren-Designkollektion international Erfolge feiert.

Technische Spezifikationen

USB 2.0, Unterstützte Betriebssysteme: Windows 98, 2000, XP, Vista, Mac OSX

P.S. Nein, das ist wirklich kein "Aprilscherz", die  >> Maria-USB  gibt es wirklich! - Wahrscheinlich weniger etwas für Protestanten (die Maria-USB ist mit protestantischen Rechnern leider absolut "inkompatibel": Vorsicht, Absturzgefahr!), Katholiken (und deren Rechner) dürften mit der Maria-USB eigentlich keine "Probleme" haben.

Dienstag, 31. März 2009

Das Brevier der Zukunft: Gemeinsam (online) beten

-
Gerade bekam ich folgende Email:

Sehr geehrte Herrn!
Ich finde die Idee der Möglichkeit, das Brevier online abzudrucken genial und möchte Ihnen einen weiteren Anstoss geben. Bringen Sie doch das ganze Brevier auch für Priester online heraus. So haben wir die Möglichkeit - besonders unterwegs - das Brevier auch z.B. auf einem elektronischen Gerät wie i Phone locker und leicht zu beten.
Herzliche Grüße!
 X. Y.

Solche Anfragen und "Anstösse" bekomme ich ziemlich regelmäßig und ich kann darauf nur antworten: Beten Sie doch das lateinische Brevier von 1962, das von Benedikt XVI. wieder erfolgreich "reanimiert" wurde, das gibt es nämlich mittlerweile schon online, und das sogar mehrsprachig: Eine ganz großartige "Sache", die man sich auch kostenlos herunterladen kann! >> http://divinumofficium.com

Obwohl das "alte" Brevier erst seit einigen Monaten online ist, kommt schon jetzt mustergültig daher: Übersichtlich, unheimlich praktisch und zeitgemäß. - Eben "locker und leicht". - Einfach klasse!

Das Online-Brevier gibt es bisher nur in der lat. Ausgabe von 1962.
Eine deutsche Ausgabe ist leider bisher an den Verlagsrechten gescheitert.

Und jetzt kann man sich natürlich die Frage stellen: Warum geht das nicht auch mit dem "neuen" Stundenbuch? Warum geht das hier nicht "locker und leicht"? - Dafür gibt es eine ganz einfache Erklärung:
Weil man in Deutschland mit dem Gebet "Geld verdienen" will. - Und ich muss ganz ehrlich sagen: Dafür habe ich eigentlich kein Verständnis! - Hier müsste die Deutsche Bischofskonferenz endlich einmal sagen: Alle offiziellen liturgischen Texte und Gebete stehen frei zur Verfügung im WWW, da sollte es keine "Urherberrechte" geben, die bei dann bei einigen Verlagen liegen, die doppelt "abkassieren" wollen. Die Verlage haben oft eigennützige Interessen, die zwar ihnen helfen, aber nicht unbedingt der Verbreitung des "Wortes Gottes". - Da sollte man vielleicht in der Bischofskonferenz einmal ganz neu darüber nachdenken, wie diese unnötige und kontraproduktive "Blockade" möglichst schnell beseitigt werden kann, bevor der "Zug abfährt"? -
Und im WWW scheint der Zug ja bereits abgefahren zu sein, denn die liturgischen Bücher von 1962 (deren Verbreitung durch keine Urheberrechte eingeschränkt wird) sind im Internet schon längst auf dem "Überholgleis".


"D-1962" in voller Fahrt (und er hat - nicht ohne Grund - viele Freunde)

Der gute, alte "D-1962" hat die liturgische (Text-) Präsenz des "Novo Ordo" im Internet schon längst "überrollt". Ich sag das jetzt einfach einmal als Bibliothekar, der sich auch sehr gut mit Textquellen im Internet auskennt. - Als (deutscher) Bischof würde ich es hier schon mit der Angst zu tun bekommen und langsam (oder besser schnell) damit anfangen, alle liturgischen Bücher und Texte im WWW (kostenlos) freizugeben. - Denn der "D-1962" fährt (auch im Internet) schnell, sehr schnell... Und es freut mich, das zu sehen. Das "alte" Online-Brevier ist ja nur ein Beispiel von vielen. (Kennen Sie beispielsweise schon das "alte" Missale? 
>> Hier können Sie es kennenlernen.)

Aber dem "D-1970" scheint (natürlich nur in der Internetpräsenz) irgendwie die Luft ausgegangen zu sein? Hat er denn keine "Liebhaber", Freunde und Sponsoren mehr? Was ist da (nicht) los? (Kennen beispielsweise Sie schon die Seiten des >> Deutschen Liturgischen Instituts ? - Falls nicht, dann haben Sie wahrscheinlich auch nicht sehr viel versäumt. - Schade: "Chance vertan"! Denn das wirkt leider schon ziemlich "lieblos".)

Schon mit "geringen" Fördergeldern der Deutschen Bischofskonferenz und der Freigabe der liturgischen Texte des "Deutschen Stundenbuches" wäre ein solches Online-Brevier ja sicherlich auch möglich. Ich könnte ja gerne einmal mit dem "Medienbischof" Gebhard Fürst über ein solches Projekt sprechen. Ich war noch nie in in der Diözese Rottenburg-Stuttgart...

In St. Ottilien sind wir da - Gott, den Mitbrüdern, Erzabt Jeremias, KiP-Radio und vor allem zwei guten Freunden aus Ulm und Stuttgart sei Dank! - schon seit einigen Jahren einen ganzen Schritt, eine ganze (interaktive) "Dimension" weiter.

Und das sieht dann so aus: 
>> HIER KLICKEN

Mönche beim Chorgebet - 5 Mal täglich live! -
Und wer will, der kann im Internet mitbeten.

DAS ist m.E. das "Brevier der Zukunft"! - Denn das "Brevier der Zukunft" betet man nicht mehr allein, sondern in Gemeinschaft. - Das Internet bietet einmalige Möglichkeiten, und auch die Katholische Kirche sollte diese unbedingt nutzen, um "am Ball", d.h. bei den Menschen, zu bleiben: Gemeinsam das Stundengebet (auch im Internet) beten, - auch das verbindet den Himmel mit der Erde!

Freitag, 27. März 2009

Warum ich Christ bin

-
Ein Vortrag von August Everding

Vielen ist der ehemalige Staatsintendant und Präsident der Bayerischen Theaterakademie, Prof. Dr. August Everding (1928 -1999), als bedeutender und verdienstvoller "Kulturmacher" der Nachkriegszeit in bester Erinnerung. Weggenossen, Mitstreiter und "Gegner" bewunderten gleichermaßen seine Kompetenz und Sprachgewalt, seinen Humor und sein diplomatisches Geschick. Seine natürliche Frömmigkeit und sein unverkrampfter Glaube wirkten attraktiv und ansteckend. Am 29. Mai 1988 hat August Everding in einem bewegenden Vortrag im Kloster Andechs versucht zu erklären, warum er Christ ist:

"Ich verdanke und danke die Tatsache, Christ, katholischer Christ zu sein, meinen Eltern. Das ist dramaturgisch kein guter Beginn für einen Vortrag. Die Wörter »verdanken« und »danken« sind schon so positiv, daß dem Ganzen das Brio fehlen könnte. Ich verachte also meine Eltern nicht, daß sie bekennende Christen waren, ich verdamme sie nicht, weil sie mich haben taufen lassen - ohne mich zu fragen. Ich bin ihnen nicht gram, daß sie mich christlich erzogen haben. Nahm ich doch auch die anderen Annehmlichkeiten (ist Christsein eine Annehmlichkeit?) ohne zu fragen in Kauf: ihr Haus, ihre Kultur, ihr Geld, ihre Geschichte, ihre Gene..."...

>> weiter lesen

Samstag, 21. März 2009

Eine Reise ins Ungewisse?

 

Heute, am Fest des hl. Benedikt, hielt in St. Ottilien Altabt Christian Schütz (Schweiklberg) eine äußerst hörenswerte Predigt.

Der Anlass war die Gelübdeablegung (für 3 Jahre) von zwei Mitbrüdern. Leider konnte nicht jeder bei dieser schönen Feier dabei sein. - Aber hier haben Sie die Gelegenheit, nochmals nachzuhören, warum sich zwei - mehr oder weniger - junge Männer auf eine lange Reise gemacht haben: Auf
ihre "Lebensreise"...

Eine hochinteressante Reise!

Sonntag, 15. März 2009

"Wie eine Flamme, die keine Nahrung mehr findet..."

Ein Papst nach altem Muster: „Immun, zurückgezogen, selbstsicher, unzugänglich, ungelenk“. - All das wird Benedikt XVI. von seinen Kritikern gerne vorgehalten. Sein Brief vom 10. März 2009 an die Bischöfe beweist aber genau das Gegenteil: Er ist keiner, der sich nicht stellt. - Eben kein Papst nach "altem Muster"!

Es lohnt sich, diesen Brief - in der Presse wurde er durch erhebliche Kürzungen leider teilweise sehr gezielt „manipuliert“ - einmal in aller Ruhe zu lesen. Denn hier wird deutlich, realistisch und nüchtern ausgesprochen, worum es wirklich geht, wo wir heute (50 Jahre nach Beginn des II. Vatikanums) stehen:

"In unserer Zeit, in der der Glaube in weiten Teilen der Welt zu verlöschen droht wie eine Flamme, die keine Nahrung mehr findet, ist die allererste Priorität, Gott gegenwärtig zu machen in dieser Welt und den Menschen den Zugang zu Gott zu öffnen. Nicht zu irgendeinem Gott, sondern zu dem Gott, der am Sinai gesprochen hat; zu dem Gott, dessen Gesicht wir in der Liebe bis zum Ende (Joh 13, 1) - im gekreuzigten und auferstandenen Jesus Christus erkennen.

Das eigentliche Problem unserer Geschichtsstunde ist es, daß Gott aus dem Horizont der Menschen verschwindet und daß mit dem Erlöschen des von Gott kommenden Lichts Orientierungslosigkeit in die Menschheit hereinbricht, deren zerstörerische Wirkungen wir immer mehr zu sehen bekommen.

Die Menschen zu Gott, dem in der Bibel sprechenden Gott zu führen, ist die oberste und grundlegende Priorität der Kirche und des Petrusnachfolgers in dieser Zeit."


... 10 Minuten, die wirklich hervorragend angelegt sind!

Dienstag, 10. März 2009

Gelassenheit: Eine hilfreiche Tugend, die man lernen kann

-
10 praktische Übungen 
für die Fastenzeit 
von Papst Johannes XXIII.

Papst Johannes XXIII. formulierte für sich einige Vorsätze, die er im Laufe der Zeit auf zehn Regeln erweiterte. Bekannt wurden sie als "Dekalog der Gelassenheit". In diesem „Dekalog der Gelassenheit“ schuf Johannes XXIII. zehn Gebote, in denen er auf undogmatische Weise eine einfache Lebensphilosophie anbot: 10 praktische und sehr hilfreiche Übungen für den Alltag.



DEKALOG DER GELASSENHEIT 

1. Heute, nur heute werde ich mich bemühen, den Tag zu leben, ohne die Probleme meines Lebens auf einmal lösen zu wollen. 

2. Heute, nur heute werde ich auf ein zurückhaltendes Auftreten achten: ich werde niemanden kritisieren, ich werde nicht danach streben, die anderen zu korrigieren oder zu verbessern - nur mich selbst. 

3. Heute, nur heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin - nicht nur für die andere, sondern auch für diese Welt. 

4. Heute, nur heute werde ich mich an die Umstände anpassen, ohne zu verlangen, dass die Umstände sich meinen Wünschen anpassen. 

5. Heute, nur heute werde ich zehn Minuten meiner Zeit einer guten Lektüre widmen; wie die Nahrung für das leibliche Leben notwendig ist, so ist die gute Lektüre notwendig für das Leben der Seele. 

6. Heute, nur heute werde ich eine gute Tat vollbringen, und ich werde es niemandem erzählen. 

7. Heute, nur heute werde ich etwas tun, wozu ich eigentlich keine Lust habe; sollte ich es als eine Zumutung empfinden, werde ich dafür sorgen, dass niemand es merkt. 

8. Heute, nur heute werde ich ein genaues Tagesprogramm aufstellen. Vielleicht halte ich mich nicht genau daran, aber ich werde es aufsetzen. Und ich werde mich vor zwei Übeln hüten: vor der Hetze und vor der Unentschlossenheit. 

9. Heute, nur heute werde ich fest daran glauben - selbst wenn die Umstände mir das Gegenteil zeigen sollten -, dass die gütige Vorsehung Gottes sich um mich kümmert, als gäbe es sonst niemanden auf der Welt. 

10. Heute, nur heute werde ich keine Angst haben. Ganz besonders werde ich keine Angst haben, mich an allem freuen, was schön ist, und an die Güte glauben.


Ein paar sehr praktische Hinweise (aus eigener Erfahrung):

Gerade jetzt in der Fastenzeit sind diese 10 Übungen ein guter Vorsatz. Damit es aber nicht nur beim "guten Vorsatz" bleibt: 

Drucken Sie sich am besten die oben angegebene Datei aus und heften Sie anschließend den Zettel - in Augenhöhe - an die "Innenseite" Ihrer Schlafzimmertür. (Es muss ja nicht gleich jeder Gast mitbekommen, dass man "Fastenübungen" macht.) - Morgens liest man sich dann eine Übung - "zwangsweise" beim Verlassen des Zimmers - durch und versucht diese Übung im Laufe des Tages zu erfüllen. Auch ein kurzes "Stoßgebet" an den Hl. Geist wäre jetzt durchaus angebracht: Göttlicher Beistand kann jetzt nicht schaden, denn manche Übungen lesen sich zwar ziemlich leicht, sind es aber (praktisch) leider nicht! -

Das merkt man dann am Abend, wenn man Rückschau hält: Hat es mit der päpstlichen Übung geklappt - oder nicht? Wenn ja, dann danken Sie Gott und streichen anschließend mit einem dicken Rotstift die Übung durch. - Wenn nein, dann sollte man sich Gedanken darüber machen, warum die Übung nicht gelungen ist und startet dann am nächsten Morgen einen neuen Versuch. (Leider muss ich zugeben, dass ich die "kurzen" Übungen auch noch nie in 10 Tagen geschafft habe, besonders für die zweite Übung benötige ich in der Regel mehrere Tage und "Anläufe", aber auch diese ist zu schaffen!) - Na ja, macht nichts, die Fastenzeit hat ja 40 Tage. Da sind durchaus einige "Fehlversuche" drin. - Aber vor Ostern sollte man aber wirklich durch sein und alle Übungen 
durchgestrichen haben: Denn sonst ist wahrscheinlich damit zu rechnen, dass es mit der "päpstlichen Gelassenheit" wahrscheinlich so schnell nichts mehr werden wird. - 
Aber ein Versuch ist es auf jeden Fall wert! Denn wer möchte nicht gerne so gelassen werden wie Johannes XXIII., von dem eine Anekdote sagt, dass er - bei seinen vielen "hektischen" Umzügen als Diplomat auf dem Balkan (siehe Foto oben) - immer in aller Seeelenruhe auf seinen Koffen sitzend, sein Brevier gebetet haben soll.

TEST IT AND BE AS COOL AS JOHN XXIII. !


Mittwoch, 4. März 2009

Die Kirche, das Konzil und die Hesselbachs

(Foto: Die in den 60er Jahren beliebte Fernsehfamilie Hesselbach)

Der Kulturjournalist Alexander Kissler führt ein originelles Online-Tagebuch. In seinem Eintrag vom 2. März 2009 schreibt er Folgendes:

Liebling, ich habe den Glauben geschrumpft: Einem Außenstehenden kann dieser Stoßseufzer entfahren, hört er das in diesen Tagen mantragleich aus allen Radiogeräten und Fernsehschirmen und Zeitungsseiten hervorquellende Bekenntnis, es könne innerhalb der katholischen Kirche „kein Zurück“ geben hinter das Zweite Vatikanische Konzil.

Natürlich, denkt der Außenstehende sich da zunächst, kann im Jahr 2009 nicht per Zeitmaschine die Zeit vor 1962 wiederhergestellt werden. Natürlich kann niemand mit wachem Verstand sich aus der Gegenwart derart brachial verabschieden wollen, dass er die Zeit seitdem im Geiste durchstreicht. Insofern ist es die blanke Selbstverständlichkeit, die sich da mit Getöse ergießt.

Aber, ließe sich in einem zweiten Schritt fragen, ist ein Zurück zum offenbar zur Konservierung freigegebenen Zweiten Vatikanischen Konzil nicht auch ein Zurück? Ist ein Zurück in die Jahre 1962 bis 1965 statthaft, ja moralisch geboten, eines in die Jahre vor 1962 aber ruchlos? Denn, da beißt die Kirchenmaus keinen Faden ab, das Zweite Vatikanum atmet den Geist einer Epoche, die versunken ist wie die damals eine Nation erwärmende Fernsehfamilie Hesselbach und deren Polkamusik ...

("Hesselbach-Polka")

Die Hesselbachs sind schwarzweiß geblieben, man hat sie nicht koloriert. Man kann sie noch immer mit Genuss sehen, als Sittenbild einer untergegangenen Epoche mit Schrankwand und Nierentisch und Häkeldecke. Geschichte ist weit und groß, sie wächst täglich, und immer trennt ein Abgrund uns von ihr. Unredlich aber wäre es, diesen Abgrund für eine Brücke zu halten und munter ins Gestern fortzuschreiten.

Es käme heute, wie stets, darauf an, das Gesamt der Tradition schöpferisch weiterzutragen. Es käme darauf an, nicht mit dem Codewort „Kein Zurück!“ eine aschfahl gewordene Modernität lebendig zu schminken. Solchermaßen schrumpft der Glaube auf das Heute der frühen sechziger Jahre und sieht also sehr alt aus. Die Binsenweisheit gilt auch hier: Je enger eine Zeit sich an ihre Gegenwart kettet, desto schneller wird sie Vergangenheit ...

Samstag, 21. Februar 2009

Die Achillesferse der Katholiken

(Foto: Konzilsväter im Petersdom. - In Diskussionen wird der Begriff „vorkonziliar“ oft zur theologischen Killerfloskel. Das ist taktisch wirkungsvoll, inhaltlich aber katastrophal: Wer so spricht, schneidet die Kirche von ihrer eigenen Geschichte ab.)

Bei Prof. Klaus Berger weiß man ja nie so ganz genau, ob er nun gerade katholisch oder evangelisch ist. - Trotzdem: Einen wirklich bemerkenswerten und interessanten Artikel hat er dennoch gerade in der "Tagespost" veröffentlicht:

[...] "Die zweite Ursache der Hysterie liegt in der unbewältigten konziliaren Wende und in der Art, in der man über vorkonziliare Zeiten in der Kirche redet. Vorkonziliar gilt durchweg als Schimpfwort. Soll man nun alles an den Zeiten schlecht finden, in denen die Menschen „noch sonntags zur Kirche gingen und noch wussten, was katholisch ist“? Es besteht der grundlegende Verdacht, eine in der Regel von keinem Seelsorger geklärte Frage, ob man nicht wie bei „Hans im Glück“ irgendetwas Kostbares unwiederbringlich aufgegeben hat. Diese Seelenlage gibt es bei sehr alten, sehr frommen und recht jungen Menschen.

Wie gesagt, ich kann hier nicht bewerten, sondern stoße nur immer wieder auf einen unabgeklärten Verdacht. Für viele jüngere Theologen (auch Professoren) besteht die theologische Bildung fast ausschließlich aus Konzilszitaten, als habe es vorher keine katholische Theologie gegeben...

Unter vulgärem Modernismus verstehe ich die Reduzierung katholischer Theologie auf Fetzen aus Konzilstexten, die geistlose Abschaffung katholischer gewachsener Volksfrömmigkeit und den Verfall der Kenntnisse der eigenen Grundsätze...

Die jüngsten Ereignisse bedeuten für diese Richtung in der katholischen Kirche Deutschlands eine erhebliche Stärkung: Es ist gelungen, die nicht-modernistische Richtung in die Nähe des Antisemitismus zu rücken. Es ist erneut gelungen, traditionellen Katholizismus als vor-aufklärerisch zu brandmarken, damit aber als intolerant und unfähig, dem Pluralismus zu begegnen. Dabei gilt die Aufklärung als die grundlegende Heilswende der Menschheit; irgendein Bedürfnis, endlich einmal über die Intoleranz der Aufklärung aufzuklären, besteht nicht. Durch die Verwendung des Wortes „vorkonziliar“ ist es gelungen, die katholische Kirche von ihrer eigenen Geschichte und ihren eigenen Wurzeln abzuschneiden. Dass dieses die geistliche Heimatlosigkeit zur Folge hatte, ist gut bekannt. Dieser Vorgang kommt jetzt durch die entstandene Massenhysterie in eine entscheidende zweite Phase. Vulgärer Modernismus ist die Weise, in der das Konzil vielfach missverstanden und mit der Erlaubnis zur theologischen Dummheit verwechselt wurde: Keine Latein mehr, keine Kirchengeschichte mehr, keine Dogmen mehr, leider sehr häufig nur noch Kindergarten für Erwachsene.

Die jetzige Situation zeigt nur dieses: Das ungeklärte Verhältnis zur vorkonziliaren Tradition ist die Achillesferse der Katholiken. Denn es rührt an die Identität. Das Heilmittel gegen diesen nun fortgeschrittenen Verfall ist die längst fällige Wiederentdeckung der Schätze von Liturgie, Theologie und Spiritualität in der gesamten Geschichte der Kirche, das Zweite Vatikanum inbegriffen."

Mittwoch, 18. Februar 2009

Der ganz normale Alltag


"Papstkritik hin oder her - den ganz normalen pastoralen Alltag gibt es auch noch. - Heute morgen hatte ich eine Beerdigung. Anschließend war dann das Requiem in der Kirche.

Als ich einzog, saßen alle. Niemand erhob sich. Wenige machten das Kreuzzeichen, noch weniger antworteten: "Und mit deinem Geiste" usw... : Eine ganz normale Gemeinde aus "Fernstehenden" (wunderbares Wort aus dem pastoraltheologischen Neusprech, gell!) - Ich hatte es beim Trauergespräch schon geahnt.

Bei der Kommunion hat mich der Organist um den Hinweis gebracht, dass bitte nur Katholiken im Stand der Gnade (obwohl: das hätten sie auch nicht verstanden) zur Kommunion gehen möchten. Aber es war wohl, wenn überhaupt, nur eine Erstkommunion. Und da kam die Hand zwar zögerlich aber doch so schnell, dass ich mich nicht zu fragen traute. Vielleicht war es ja auch nur eine besonders fernstehende Katholikin, die es selbst an den letzten Weihnachtsfesten nicht geschafft hatte, den Weg zur Kirche zu finden....

Im Anschluß fragte eine ältere Dame, ob ich denn nicht Hinweise hätte geben können: Bitte jetzt aufstehen, hinsetzen, knien usw. Ich hab sie gefragt, ob sie das denn nicht hätte vormachen können, Gutes Beispiel und so? Aber nein: Das wäre zu peinlich!

Und ich: bin ich Animateur auf einem Kreuzfahrtschiff? "Jetzt das rechte Bein, und das linke...".

Bin ich euer Gottschalk?

Lieber Heiliger Vater, ich bete für Dich und trete überall für dich ein. Bitte vergiß aber über diesen ganzen K(r)ampf, der zur Zeit läuft, nicht deinen Einsatz für eine würdige Liturgie und für eine gute, substantielle Katechese! Das ist so wichtig!"


Dieser Beitrag stammt nicht von mir, sondern von einem jungen Priester aus Nordwestdeutschland. Aber leider kann ich diesen Erfahrungsbericht meines Mitbruders nur bestätigen: Das Glaubenswissen der Katholiken ist auf einem nie gekannten Tiefpunkt angelangt. Viele "Gläubige" wissen nicht einmal mehr, was die Kirche an Ostern oder Pfingsten feiert. Und das trotz regelmäßigem, vom Konkordat gesichertem Religionsunterricht an den Schulen. Wenn man ehrlich ist, ist diese Entwicklung in den letzten dreißig Jahren mehr als bedenklich, - eigentlich ist sie eine Katastrophe, ein "Super-GAU"! Sehr langsam und ziemlich spät fängt man an darüber nachzudenken, was schief gelaufen ist. - Ja, Fehler einzugestehen ist immer schwer...

Eine erfreuliche Ausnahme ist Benedikt XVI., der schon sehr früh angefangen hat über "die fehlenden Früchte" und "falsche Entwicklungen" nachzudenken und der jetzt einen sehr mutigen und vernünftigen "Reformkurs" eingeschlagen hat. Benedikt ist kein Pessimist, wie ihm manche nachsagen, sondern er ist - im Gegensatz zu vielen  >> "Träumern" - ein REALIST mit offenen Augen und offenen Ohren.

Nein, der Glaube (an unseren Heiland und Erlöser, an unseren Herrn und Gott Jesus Christus, - das muß man dazusagen, damit man weiß, worum es eigentlich geht) "blüht" nicht (zumindest nicht hier in Europa). Wer allen Ernstes behauptet, dass in den vergangenen dreißig Jahren der Glaube an Christus in unserer Gesellschaft gewachsen ist, der ist - in der Regel - auch gegenüber Fakten absolut "resistent".  - Aber sei´s drum: Eine "provokante" Prognose (wenn alles so weiter "läuft"):  

Die rote Linie in der nachfolgenden Grafik zeigt an, wie sich der Anteil der deutschen Katholiken, der die heilige Messe am Sonntag aufsucht, in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Die schwarze Linie zeigt an, wann, bei einer Fortsetzung des Trends, der letzte Katholik in Deutschland die Sonntagsmesse besuchen wird: Das wäre dann im Jahr 2022. Die Darstellung beruht auf Zahlen, die von der Deutschen Bischofskonferenz herausgegeben wurden.

Freitag, 6. Februar 2009

Wert des Ordenslebens heute

Das Fest der Darstellung des Herrn (2. Februar) ist auch das Fest des gottgeweihten Lebens. Hier berichtet Pater Bernhard Eckerstorfer (Benediktiner aus der Abtei Kremsmünster) selbstkritisch und dennoch froh und zuversichtlich über benediktinisches Ordensleben.


Donnerstag, 5. Februar 2009

Die Papstkritiker-Industrie

"Betet für mich, damit ich nicht furchtsam vor den Wölfen fliehe.“
(Gebetsbitte von Benedikt XVI., am 24. April 2005, zu Beginn seines Pontifikates)

Die Papstkritiker-Industrie


"Es ist nur ein Nebenaspekt der gegenwärtigen Papst-Krise mit dem nichts entschuldigt wird, was der alte Mann im Vatikan und seine Brüder versäumt haben:

Aber es gibt einen ganzen Berufszweig, dessen gesamte Tätigkeit und gesamte Berufsidentität nur einen Inhalt hat – gegen den Papst zu sein. Und es muss Ihnen gesagt sein, wie schlimm sie sind.

Diese Papstkritiker-Industrie um Hans Küng, Eugen Drewermann und Uta Ranke-Heinemann macht nicht nur Millionenumsätze mit dem Heiligen Vater, bzw. gegen ihn, er ist ihr in Wahrheit ihr ein und alles, ohne ihn wären sie nichts, er ist ihr spiritus rector, ihr Brötchengeber, er gibt ihnen Halt. Diese negative Berufsidentität “Papst-Kritiker”, auch “Kirche von unten” gehört dazu, ist das Feld hemmungsloser, narzistisch extrem gestörter Dauerbeschaller der Talkshows. Man mag dem Papst allerlei Unsinn unterstellen. Nie würde der Papst aber am Abend des 11. September 2001 die Geschmacklosigkeit und Ungeheuerlichkeit produzieren, die Tat von New York als Botschaft verzweifelter junger Männer zu bewerten, die in Wahrheit um Liebe betteln, die wir ihnen aber in westlicher Hybris und Arroganz verwehrt haben. Nein, der Papst würde sowas nicht sagen. Eugen Drewermann schon. Ich war live dabei vor dem Radiokasten.

Ist man erstmal in den moralischen Stand des Papstkritikers aufgestiegen, dann gilt offensichtlich das, was die Papstkritiker-Industrie dem armen Objekt ihrer Machenschaften nicht zugestehen wollen: Unfehlbarkeit.

Dabei gäbe es eine klare und saubere Lösung für die Papstkritiker-Industrie, aber die ist für diese schwer gestörten Narzissten nicht gangbar – ist doch der Titel des Opfers und Widerstandskämpfers der am meisten begehrte.

Sie sind gegen das Zölibat. Sie sind gegen die Unfehlbarkeit des Papstes. Sie sind gegen das Verbot Frauen als Priester zu weihen. Sie bezweifeln die Jungfrauengeburt. Es gab schon mal einen, der gegen all das war.

Er hieß Martin Luther und gründete einen neuen Verein, in dem das alles abgeschafft war. Der hieß evangelische Kirche und kann noch Mitglieder gebrauchen.

Wäre es dann nicht naheliegend, endlich Ruhe zu geben und aus dem Verein, dessen fundamentale Prinzipien man ablehnt, einfach auszutreten und in den neuen Verein, der ist ja immerhin auch 500 Jahre alt, einzutreten?

Ich trete ja auch nicht in die FDP ein um anschließend einen Arbeitskreis Kommunismus-Jetzt! zu gründen.

Aber das ist wohl zu einfach gedacht. Die Umsätze der Papstkritiker-Industrie und der narzistische Gewinn als Opfer des bösen Katholizismus zu gelten, der ist einfach zu hoch.

Aber muss man mit der eigenen narzisstischen Störung unablässig unschuldige Christen belästigen?"

Jost Kaiser

Quelle:
http://community.vanityfair.de/blogs/jost-kaiser/2009/02/die-papstkritiker-industrie/


Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht

"Und Levi richtete ihm ein großes Mahl zu in seinem Haus, und viele Zöllner und andre saßen mit ihm zu Tisch. Und die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten murrten und sprachen zu seinen Jüngern: Warum esst und trinkt ihr mit den Zöllnern und Sündern? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Gerechten."

"Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und, wenn er eins von ihnen verliert, nicht die neunundneunzig in der Wüste lässt und geht dem verlorenen nach, bis er's findet? Und wenn er's gefunden hat, so legt er sich's auf die Schultern voller Freude. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht zu ihnen: Freut euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war. Ich sage euch: So wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen."

Lukas 5, 29-32 und 15, 2-7.