Der bayerische Missionsbenediktiner Gerhard Lagleder aus dem Kloster Sankt Ottilien betreut seit 18 Jahren Hilfsprojekte in Südafrika. 88 Prozent beträgt die AIDS-Rate in manchen Gebieten im Zululand in Südafrika. 4.000 Menschen infizieren sich pro Tag auf dem schwarzen Kontinent mit dem Virus. In der Provinz kwaZulu/Natal, dort wo Pater Gerhard Lagleder arbeitet, sterben bis zu sechs Babies jeden Tag an AIDS. Seit 1996 gibt es deshalb das Hospiz des Seligen Gerhard. Aus einer Malteserleidenschaft heraus hat es der Benediktinerpater gegründet. In einem interessanten TV-Interview stellt Frank Elstner und den bayerischen Pater und seine alltägliche Arbeit im AIDS-Hospiz vor.
Ich versteh das nicht: Die Arbeit von Pater Gerhard in allen Ehren, aber hier wird ganz deutlich nur die Auswirkung bekämpft aber nicht die Ursache! Aussagen wie "... dass der "Durchschnittsschwarze" kein Kondom will ..." sind doch schlimm! Oder "... er muss sich beweisen an der hohen Kinderzahl ..."! Ja aber dazu müsste er ja nur mit seiner Frau intim werden und wenn beide nicht fremdgehen kann auch niemand Aids bekommen, also dass kann doch einfach nicht der Grund sein!!! Ich versteh das einfach nicht, weil hier zwar wunderbar und aufopferungsvoll die Sterbenden versorgt werden, aber die Ursachen merkwürdig umschrieben und als unveränderbar hingenommen werden! Das ist doch schlimm! Die Leute gehören aufgeklärt, aufgeklärt, aufgeklärt, immer und immer wieder!
Das ist ein super Beispiel wie die Vorstellung der katholischen Kirche, nämlich dass Menschen nur Sex haben dürfen zur Kinderzeugung innerhalb der Familie, total an aller Lebensrealität vorbei geht! Es ist halt nun mal anders und es war auch schon immer anders durch die Jahrtausende, nehmt dass doch endlich mal zu Kenntnis!
In diesem Punkt wirkt die katholische Kirche unbegreiflich, peinlich, starr, ... dann pflegt doch einfach weiter die Sterbenden und irgendwann hat sich das Problem dann von selbst erledigt, so hart das klingt, aber dass scheint eure Philosophie zu sein ...?
Übrigens, wie kann es denn sein, dass die immer noch an Geister glauben die diese Krankheiten auslösen? Ich dachte die vielen Missionare die so seit Jahrhunderten durch Afrika ziehen hätten längst gläubige Christen aus ihnen gemacht ... komisch?
Vielen Dank dafür, daß Du mich zum "Mönch der Woche" kreiert hast. Gottlob sind wir über 50 in Inkamana so daß wir jede Woche abwechseln können ;-) Spaß beiseite: Ich freue mich wirklich über die Einbindung der beiden Fernsehbeiträge in Deinen Blog. Falls Du oder andere daran Interesse haben, könnt Ihr viele weitere Medien-Clips hier finden.
Zum ersten Kommentar: Klasse Feststellung, dass es wohl nicht so viel bringt, nur die Sterbenden zu versorgen. Aber mach es doch erst mal besser vor. Auch die Sache mit der Missionierung klingt nett. Aber ich denke, das ist alles nicht so leicht. Wie ist es denn bei uns in Deutschland? Wir sind zum Großteil christlich getauft. Geht bei uns daher keiner fremd? Glauben wir alles, was uns die Kirche erzählt? Vertrauen wir wirklich immer auf Gott? Sind wir nie abergläubisch? Wenn du meinst, dass bei uns, im technologisch aufgeklären Wohlstandsgebiet, alles in Ordnung ist, dann solltest du mal deine Augen auf machen. Wenn du aber erkannt hast, dass wir ähnliche Probleme haben, nur Gott sei Dank nicht so schlimm, da wir den Luxus von Ärzten, Aufklärung und Wohlstand haben, der uns nicht in die Notlage der Afrikaner treibt, dann guck einfach mal, ob du nicht hier vormachen kannst, was man alles positiv verändern kann. Denn auch du könntest sicher vielen Menschen helfen - wenn du nur willst. Wenn du aber andere kritisierst, dann mach doch bitte auch einen konstruktiven Vorschlag. Gruß, Andrea
Seit 1997 Benediktinermönch in der Erzabtei St. Ottilien (Bayern). Wurde dort 2004 zum Priester geweiht. Bisherige Tätigkeitsfelder: Seelsorger, Klosterbibliothekar, Webmaster, Mitarbeiter im Antiquariat und der Klostermetzgerei, Tischdiener, Mitglied des Geheimen Rates. Mich interessieren besonders: Gott, die Musik Richard Wagners, gute Zigarren und Pfeife rauchen, sowie lesenswerte Bücher (genau in dieser Reihenfolge).
Pater Pios Gaben
-
Text to Speech Button Blogbeitrag anhören Pater Pios Gaben Ein Zeichen der
Gegenwart Gottes Wer Pater Pio nahekam oder seine Hand küsste, nahm nicht
selt...
Der Orden der Ritter des Lichts
-
Von Pater Paolo M. Siano* Der Initiationsorden der Ritter des Lichts
(O.I.CL. oder OICL), mit Sitz in Genua, ist eine freimaurerische Gruppe,
die sich – wi...
Sich klein machen
-
Dies Domini. Erwachsene sind manchmal zu faul oder holen ein Objektiv mit
Zoom, wenn sie etwas Kleines auf dem Boden genauer inspizieren wollen, doch
was t...
Vatican-Magazin 10-2026
-
Seit einiger Zeit schreibt Guido Horst den monatlichen Offenen Brief auf
Seite 8, also gleich auf den ersten Seiten jedes Hefts.
In diesem Monat schreibt e...
Die Pseudomessianität des Sentimentalen
-
Es geht nur noch um Nähe, nicht um Wahrheit! Während die Seelsorge vor
Amoris Laetitia im Umgang mit geschiedenen Wiederverheirateten vor allem
Objektivitä...
Epilog – eine Dekade geht zu Ende
-
Liebe Leser, verehrte Abonnenten und Kommentatoren, vorweg: nach reiflicher
Überlegung steht der Entschluß, pfeifenblog.de nicht weiter fortzuführen
und ...
Armenienreise 2026 – Abschluss
-
Wo ist bloß die Zeit hin? Ich kann kaum glauben, wie schnell der letzte Tag
der Reise gekommen ist. Unser Weg führte uns zuerst zum Kloster Geghard,
das zu...
Fingerübungen
-
Nach einer längeren Pause habe ich mich dazu entschlossen, ein paar frische
Zeilen in den Orbit zu schießen. Den gemütsverschattenden Gedanken,
wahrschei...
Für das Gebet mit dem WORT GOTTES
-
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Herr Jesus, lebendiges Wort des Vaters, in Dir finden wir das Licht, das
unsere Schri...
„Wohin auch immer das führen wird“
-
Und zum Schluss war es dann doch wieder Rom. Als Kardinal Marx seinen Brief
vorstellte und seine Begründung zum angebotenen Amtsverzicht vorstellte,
war ...
die Freiheit eines Märtyrers
-
Am 03. Februar feiern wir Benediktiner von Admont unser Patrozinium. Auch
dieses Jahr kam Prior P. Maximilian Krenn OSB, Administrator des Kärntner
Benedik...
Times are a changin!
-
Liebe Pfeifenfreunde,
vor ein paar Jahren haben Mani Arenz und ich diesen Blog zum Thema "Pfeife
rauchen" gegründet. Der Blogname stammt von unseren Nickna...
Weihnachten 2017
-
Das erfreulichste Ereignis des nun ablaufenden Jahres war ohne Zweifel die
Goldene Hochzeit meiner Eltern, die wir im Mai feiern durften. Dieser
sonnige un...
Ich versteh das nicht: Die Arbeit von Pater Gerhard in allen Ehren, aber hier wird ganz deutlich nur die Auswirkung bekämpft aber nicht die Ursache! Aussagen wie "... dass der "Durchschnittsschwarze" kein Kondom will ..." sind doch schlimm! Oder "... er muss sich beweisen an der hohen Kinderzahl ..."! Ja aber dazu müsste er ja nur mit seiner Frau intim werden und wenn beide nicht fremdgehen kann auch niemand Aids bekommen, also dass kann doch einfach nicht der Grund sein!!! Ich versteh das einfach nicht, weil hier zwar wunderbar und aufopferungsvoll die Sterbenden versorgt werden, aber die Ursachen merkwürdig umschrieben und als unveränderbar hingenommen werden! Das ist doch schlimm! Die Leute gehören aufgeklärt, aufgeklärt, aufgeklärt, immer und immer wieder!
AntwortenLöschenDas ist ein super Beispiel wie die Vorstellung der katholischen Kirche, nämlich dass Menschen nur Sex haben dürfen zur Kinderzeugung innerhalb der Familie, total an aller Lebensrealität vorbei geht! Es ist halt nun mal anders und es war auch schon immer anders durch die Jahrtausende, nehmt dass doch endlich mal zu Kenntnis!
In diesem Punkt wirkt die katholische Kirche unbegreiflich, peinlich, starr, ... dann pflegt doch einfach weiter die Sterbenden und irgendwann hat sich das Problem dann von selbst erledigt, so hart das klingt, aber dass scheint eure Philosophie zu sein ...?
Übrigens, wie kann es denn sein, dass die immer noch an Geister glauben die diese Krankheiten auslösen? Ich dachte die vielen Missionare die so seit Jahrhunderten durch Afrika ziehen hätten längst gläubige Christen aus ihnen gemacht ... komisch?
Lieber P. Siegfried,
AntwortenLöschenVielen Dank dafür, daß Du mich zum "Mönch der Woche" kreiert hast. Gottlob sind wir über 50 in Inkamana so daß wir jede Woche abwechseln können ;-)
Spaß beiseite: Ich freue mich wirklich über die Einbindung der beiden Fernsehbeiträge in Deinen Blog. Falls Du oder andere daran Interesse haben, könnt Ihr viele weitere Medien-Clips hier finden.
Herzliche mitbrüderliche Grüße aus dem Zululand
Dein P. Gerhard
Zum ersten Kommentar:
AntwortenLöschenKlasse Feststellung, dass es wohl nicht so viel bringt, nur die Sterbenden zu versorgen. Aber mach es doch erst mal besser vor. Auch die Sache mit der Missionierung klingt nett. Aber ich denke, das ist alles nicht so leicht. Wie ist es denn bei uns in Deutschland? Wir sind zum Großteil christlich getauft. Geht bei uns daher keiner fremd? Glauben wir alles, was uns die Kirche erzählt? Vertrauen wir wirklich immer auf Gott? Sind wir nie abergläubisch? Wenn du meinst, dass bei uns, im technologisch aufgeklären Wohlstandsgebiet, alles in Ordnung ist, dann solltest du mal deine Augen auf machen. Wenn du aber erkannt hast, dass wir ähnliche Probleme haben, nur Gott sei Dank nicht so schlimm, da wir den Luxus von Ärzten, Aufklärung und Wohlstand haben, der uns nicht in die Notlage der Afrikaner treibt, dann guck einfach mal, ob du nicht hier vormachen kannst, was man alles positiv verändern kann. Denn auch du könntest sicher vielen Menschen helfen - wenn du nur willst. Wenn du aber andere kritisierst, dann mach doch bitte auch einen konstruktiven Vorschlag.
Gruß, Andrea