Erst am 24. Dezember gibt es wieder einen neuen Beitrag in der Serie "Früher war mehr Lametta" oder "Weihnachten im Kloster". Dann wird hier erstmals geheim gefilmtes Videomaterial von der offiziellen Weihnachtsfeier der Mönche veröffentlicht. Quasi eine Weltpremiere. - Das äußerst seltene, "stimmungsvolle" Filmmaterial wurde mir übrigens aus China übermittelt.
Da bis zu dieser Weltpremiere noch einige Tage Zeit bleiben, hier noch einmal Loriots Original, das der beliebten "Weihnachten im Kloster"-Serie den Namen gegeben hat. - Wo bekommt man übrigens das Kinderspiel "Wir bauen uns ein Atomkraftwerk" ?
Endlich haben Sie hier erstmals die Gelegenheit , Gregorianische Choräle zu üben, damit Sie dann bei den Liveübertragungen noch besser mitsingen können. Als erstes Übungsstück bietet sich der Introitus des ersten Adventsonntags "Ad te levavi" an.
Text (Übersetzung) Zu dir erhebe ich meine Seele. Mein Gott, auf dich vertraue ich. Laß mich nicht scheitern, laß meine Feinde nicht triumphieren. Denn niemand, der auf dich hofft, wird zuschanden.
V. Zeige mir, Herr, deine Wege, lehre mich deine Pfade. Ant. V. Führe mich in deiner Treue und lehre mich, denn du bist der Gott meines Heiles. Auf dich harre ich allezeit. Ant. (Ps 25, 1-5)
Kommentar Programmatisch stehen am Anfang des Introitus des ersten Adventsonntags und mit ihm am Anfang des gesamten liturgischen Jahres die Worte: »Ad te levavi animam meam« - »Zu dir erhebe ich meine Seele«. Der erlösungsbedürftige Mensch richtet seinen Blick auf Gott, den er in vertrauter Anrede »Deus meus« - »mein Gott« - nennen darf. Der nach oben gerichtete, nach Hilfe ausschauende Blick, die Geste der nach Gott sich ausstreckenden Hände finden in der Melodie, vorab in der melodisch weit ausgreifenden Intonation des Stückes, bildhaften Ausdruck. Eine mehrfache Wiederholung der Antiphon, im Anschluß an melodisch einfacher und formelhaft gehaltene Psalmverse, soll bewirken, daß der zentrale Gedanke des Introitus mehr und mehr in das Herz des Sängers bzw. Hörers einsickert.
Seit 1997 Benediktinermönch in der Erzabtei St. Ottilien (Bayern). Wurde dort 2004 zum Priester geweiht. Bisherige Tätigkeitsfelder: Seelsorger, Klosterbibliothekar, Webmaster, Mitarbeiter im Antiquariat und der Klostermetzgerei, Tischdiener, Mitglied des Geheimen Rates. Mich interessieren besonders: Gott, die Musik Richard Wagners, gute Zigarren und Pfeife rauchen, sowie lesenswerte Bücher (genau in dieser Reihenfolge).
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