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Samstag, 25. Oktober 2025

Eine Hörbuchempfehlung von Br. Dietmar: Wilhelm Busch - Jesus unser Schicksal

Wilhelm Busch, 1897 - 1966, kam während seiner Dienstzeit als Leutnant im Ersten Weltkrieg zum Glauben an Gott und begann nach dem Krieg ein Theologiestudium in Tübingen. Nach Abschluss des Studiums war er zunächst Pfarrer in Bielefeld, dann in einem Bergarbeiterbezirk im Ruhrgebiet und schließlich mehrere Jahrzehnte lang Jugendpfarrer in Essen. Wilhelm Busch war überzeugt: Das Evangelium von Jesus ist die atemberaubendste Botschaft aller Zeiten. Darum gilt für jeden Zeitgenossen damals wie heute: Jesus unser Schicksal. Jede dieser klaren und christusbezogenen Ansprachen ist so aktuell, dass sie auch heute noch Junge und Alte anzusprechen vermag.

Wenn man sich in der Natur beim Wandern verlaufen hat und nicht weiß, in welche Richtung man gehen soll, dann ist man heilfroh, wenn man plötzlich einen Wegweiser begegnet, der einen sagt, wo es lang geht. Im Gestrüpp vieler Religionen kann man sich ebenso verlaufen und die Orientierung verlieren. Wer dieses Buch von Pfarrer Wilhelm Busch gelesen hat, der findet aus diesem Gestrüpp unterschiedlichster religiöser Wege heraus. Er erkennt, dass es nur einen Weg zu Gott gibt, nämlich den, den Gott selbst angeboten hat: Jesus Christus. ER hat gesagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Und niemand kommt zu Gott, außer durch mich." Das dieser Absolutheitsanspruch Jesu Christi stimmt, beweist Pfarrer Busch in seinem Buch sehr eindrücklich und überzeugend. Wer einen Wegweiser zur Wahrheit begegnen möchte, der sollte unbedingt dieses Buch lesen.

Dienstag, 9. Juni 2009

Taufe und Firmung heute

Frage: Wie beurteilen Sie die seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil auch unter getauften Eltern zunehmend verbreitete Auffassung, Kinder sollten sich selbst für oder gegen die Taufe entscheiden, sobald sie zur Vernunft gelangt sind?

Hier liegen ein paar tiefsitzende Irrtümer zugrunde. Jesus sagt zu seinen Jüngern: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern Ich habe euch erwählt.“ Das heißt: Gott hat mich gefunden, nicht ich habe Gott gefunden. Die Kindertaufe drückt das sehr gut aus: Zunächst empfangen wir. Dass das Kind in Freiheit den Glauben annehmen muss ist klar; aber um den Glauben überhaupt annehmen zu können, muss man ihn von innen kennengelernt haben. Wer glaubt, dass Jesus Christus sein Erlöser ist, der wird doch seinen Kindern das nicht vorenthalten. Alfred Grosser, der selbst ungläubig war, schickte seine Kinder in ein katholisches Internat damit sie, wie er es ausdrückte, sich einmal frei entscheiden können.

Um sich frei entscheiden zu können, sollten sie erst einmal die gelebte Praxis des Glaubens kennenlernen. „Verlieren“, sagte er mir einmal „kann man den Glauben sehr schnell. Viel schwerer ist es, ihn zu erwerben.“. Im Übrigen ist die Firmung das Sakrament, im Zusammenhang mit dem die eigenständige Übernahme des Glaubens erfolgt. Die Orthodoxen firmen die Kinder zusammen mit der Taufe. Das kann man auch machen - im Vertrauen auf die Kraft des Sakramentes. Wenn man es aber nicht mit der Taufe zusammenlegt, dann sollte man nicht zu früh firmen.

Ich persönlich würde dafür plädieren, dass die Kinder überhaupt nicht gruppenweise oder klassenweise zur Firmung geführt werden, sondern dass sie sich erst firmen lassen, wenn sie in das Alter der Selbstbestimmung eintreten, also vielleicht mit 17 oder 18. Dann werden vielleicht sehr viel weniger Jugendliche gefirmt werden, aber das Firmsakrament wird heute vielfach missbraucht: Es werden Kinder gefirmt, die weder vorher noch nachher in die Kirche gehen. Das ist ein unmöglicher Zustand. Das gilt übrigens auch für die Taufe. Nur solche Eltern sollten ihre Kinder taufen lassen, die selber willens sind, die Kinder in einem Leben aus dem Glauben zu erziehen. Wenn sie das gar nicht wollen oder nicht können, dann spricht das auch gegen die Kindertaufe. Das ist ein Sakramentalismus, der meiner Ansicht nach nicht gerechtfertigt ist.

(Danke, Robert Spaemann, für diese vernünftigen Worte! - Das ganze Interview über das Thema "Mission" können Sie >> hier lesen.)