Carlos Kleiber war einer der legendären Dirigenten seiner Zeit, berühmt für seine seltenen, aber meisterhaften Interpretationen. Sein Repertoire war für einen bedeutenden Dirigenten ungewöhnlich klein; er konzentrierte sich auf wenige Sinfonien, Klavierkonzerte und Opern und verlangte ungewöhnlich lange Proben. Dennoch gelang es ihm, seinen Musikern Höchstleistungen abzuverlangen, weil er sie genauso sehr von der Musik begeisterte wie er selbst.
Am 11. Juli 2004 setzte sich Carlos Kleiber in sein Auto und fuhr von München über die Alpen zu seinem Ferienhaus im abgelegenen slowenischen Dorf Konjsica. Dort schrieb er einen letzten Brief an einen Freund, in dem er sich von der Welt verabschiedete. Kurze Zeit später wurde der Dirigent, zunehmend von Krankheit und Leiden geplagt, tot aufgefunden.
Der Dokumentarfilm „Spuren ins Nirgendwo – Der Dirigent Carlos Kleiber“ ist der erste Film, der sich der rätselhaften Persönlichkeit des Dirigenten widmet. Der Film folgt den Spuren von Kleibers letzter Reise und porträtiert anhand der Erinnerungen von Freunden und Weggefährten – darunter das erste und einzige Interview mit seiner Schwester Veronika Kleiber – einen Dirigenten, der für seine schwierige Persönlichkeit ebenso bekannt war wie für sein brillantes Werk.
Eric Schulz’ Film enthält nicht nur eindrucksvolle Aufnahmen von Kleiber selbst, sondern auch äußerst aufschlussreiche Aussagen der genannten Freunde und Weggefährten. Mit Veronika Kleiber, Michael Gielen, Plácido Domingo, Brigitte Fassbaender, Otto Schenk, Alexander Werner, Manfred Honeck, Otto Staindl, Klaus König, Karl Friedrich Mess, Anne Kirchbach, Martha Scherer u. a.


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