Unter Erich Leinsdorfs diszipliniertem Dirigat wird das Orchester der Met zu einem gleichberechtigten Akteur im Drama. Die Streicher spielen mit zarter Nuance, und selbst die komplexeste Partitur wird überzeugend gestaltet, selbst bei Leinsdorfs mitunter rasanten Tempi. Die nervenaufpeitschende Rasanz dieser schnellsten „Walküre“ auf CD mag stellenweise überzogen sein, aber ihre schneidende Präzision, das Keuchen an der Grenze des Spielbaren waren diesem Ausnahmeereignis sicherlich angemessen. Der Klang ist für eine Radio-Aufnahme recht gut – vergleichbar mit dem, was die Toningenieure von HMV Ende der 1920er-Jahre erreichten. Bis auf eine größere Kürzung in Wotans Monolog im zweiten Akt wird die Oper vollständig aufgeführt. Kenner des historischen Wagner werden für dieses verlockende Schnäppchen sicher einen Platz in ihrer Sammlung finden.
Kosky oder Caluwe? Düsseldorf oder Bonn?
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Willkommen in der neuen Klassik-Woche, endlich sind wir zurück aus der
Sommerpause! Und es gibt viel aufzuarbeiten: schier »unglaubliche«
Auslastungszahl...
vor 11 Stunden

