Dienstag, 8. September 2009

Die Verwechselung


Als ich vor einiger Zeit im Habit (Ordensgewand) nach München fuhr, wurde ich in der S-Bahn, kurz vor dem Marienplatz, von einem ziemlich erstaunten Kind gefragt:

"Sind Sie das Münchner Kindl?" -

Die Verwechselung eines Benediktiners im Ordensgewand mit dem "Münchner Kindl" liegt ja auch gar nicht so fern, denn da gibt es äußerlich einige Gemeinsamkeiten: Die offizielle Wappenfigur von München ist nämlich ein segnender Mönch mit (allerdings goldgeränderter) schwarzer Kutte,
der in linken Hand ein Buch hält (vgl. Foto rechts: das "Münchner Kindl" hoch oben auf der Münchner Rathausspitze). Der Mönch weist auf ein auf dem Stadtgebiet bestehendes Kloster von Mönchen hin, auf die laut einer Theorie der Name der Stadt München zurückgeht.

Eine wirklich sehr "nette" Verwechselung; ich musste selbst herzlich darüber lachen und habe die Verwechselung natürlich noch schnell in der S-Bahn aufgeklärt.

Kommentare:

  1. Solche Verwechslungen können echt lustig sein. ZB. Anfang dieses Jahrzehnts als alle Kinder von einem Zauberschüler aus England so begeistert waren. Fraziskanerbruder Pascal, mit kleiner Brille und "Patermantel" unterwegs in Salzburg. Das Kind fragt mit glänzenden Augen: "Bist du der Harry Potter?"

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  2. Ich habe gehoert, dass es bis zum zweiten Weltkrieg der "münchener Mönch" war und dass die Nationalsozialisten dann das "Münchener Kindl" einführten, was bis heute so ist. Ob's stimmt? Hab's so gehoert...

    Du Norddeutscher als Münchner Kindl :-))

    Gruesse

    Max

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  3. Was macht ein Mönch in der Stadt? Dachte immer, Mönche leben und arbeiten im Kloster.

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  4. Wahrscheinlich sollten sich die Mönche viel öfter auch "in der Stadt" blicken lassen und nicht nur im Kloster! Viele - nicht nur Kinder - scheinen ja anscheinend gar nicht mehr zu wissen, was ein Mönch überhaupt ist, bzw. wie ein Mönch "aussieht". - Ja, Mönche sollten sich viel öfter einmal in der Öffentlichkeit (in Ordenskleidung und nicht in "zivil") blicken lassen. - Respekt P. Siegfried!

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  5. Wundervoll, ganz wundervoll! :)
    Als ich weiland mit einem Trupp Karmelitinnen in der U-Bahn unterwegs war, haben sich die Karmelitinnen über den Ausruf "Guck mal, Pinguine!" amüsiert.

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