Eine Messe als packendes Drama: Das ist hier zu erleben. Raphaël Pichon stellt mit seinem Ensemble Pygmalion das Credo von Bachs h-Moll-Messe ins Zentrum: ein oft martialischer Ohren-Thriller, der mit einer schwerelosen Auferstehung endet. Das Kyrie firmiert als kontemplative Einstimmung, durch das Gloria fegt der Heilige Geist, und das Sanctus ist wahre Herzensmusik. Musiziert wird in raschen Tempi, extrem lebendig und durchsichtig, oft mit tänzerischer Leichtigkeit und mit zahlreichen individuellen Farben. Pichons Interpretation ist raffiniert, leicht und luftig, tänzerisch und fließend, eigentlich sehr französisch. Der Chorgesang ist von großer Schönheit, und auch das Orchester ist hervorragend. Die Solisten fügen sich wunderbar in das Ensemble ein, das durch seine musikalischen Qualitäten beeindruckt. Diese Deutung der h-Moll-Messe ist einladend und aufbauend. Man wird nicht eingeschüchtert oder unterworfen, sondern aufgerichtet. Was für ein Gewinn! So kann uns selbst ein Repertoire-Stück noch das Staunen lehren.
The Vigil of the Nativity of the Virgin
-
The origin of the feast of the Virgin Mary’s Nativity is a matter of
speculation, and the reason for the choice of date is unknown. It was
celebrated at Co...
vor 13 Stunden

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen