Die Stimme, der zum Zeitpunkt der Aufnahme 55-jährigen Freni, präsentiert sich in exzellenter, wenn nicht gar atemberaubender Form. Das Spinto- und dramatische Repertoire, das sie in den letzten Jahren ihrer Karriere übernommen hat, hat ihrem Klang nicht geschadet, abgesehen von einigen Momenten der Unsicherheit in hohen Fortissimo-Passagen, etwa in der Arie „Ritorna vincitor“, die ihr etwas zu schwer ist. Ansonsten zeichnet sie individuelle und berührende Porträts jeder Figur mit einer Farbigkeit und Detailgenauigkeit, die heutzutage immer seltener werden. Am besten gelingen ihr die Arien aus „Ballo“, „Don Carlo“ und „Manon Lescaut“. „Mi chiamano Mimi“ klingt kaum anders als vor dreißig Jahren. Besonders beeindruckend ist ihre Atemkontrolle, die angesichts der weiten, ausladenden Tempi von Sinopoli, auch dringend nötig ist. Typisch für die Deutsche Grammophon: ein opulenter Klang.
Rom, Peter Thiel, Palantir, Trump und der Antichrist
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vor 9 Stunden

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